30. November 2009
Als Unterwassermassage (UWM) oder Unterwasserdruckstrahlmassage bezeichnet man eine spezielle Hydrotherapie. Dabei wird der Patient mit einem Druckstrahl aus einem Wasserschlauch massiert.
Ziel und Zweck der Unterwassermassage (UWM), die auch als Unterwasserdruckstrahlmassage bezeichnet wird, ist die Behandlung von verschiedenen Beschwerden durch die Massage mit Hilfe eines Wasserschlauchs. Dabei sitzt die zu behandelnde Person in einer speziellen Badewanne, die mit einer Pumpe und einem Schlauch mit Düse ausgestattet ist. Für die Behandlung wird ein Druckstrahl von etwa 0,5 bis 2,5 bar erzeugt. Dieser Wasserdruckstahl presst sich gegen den Körper des Patienten, um ihn auf diese Weise zu behandeln.
Der genaue Ursprung der Unterwassermassage ist nicht bekannt. Zur Anwendung kommt diese Methode bereits seit Anfang des 20. Jahrhunderts. Dabei wurden zunächst Wannen aus emaillierten Gusseisen verwendet. Mittlerweile werden jedoch glasfaserverstärkte Kunststoffwannen für die Behandlung eingesetzt.
Für die Durchführung einer Unterwassermassage kommt eine spezielle Badewanne zur Anwendung, die aus drei Komponenten besteht: Der Wanne, dem Pumpenaggregat und dem Schlauch. Durch den Einsatz des Pumpenaggregates werden drei Behandlungsverfahren ermöglicht. Dies sind das Umwälzverfahren, bei dem der Wasserschlauch das Wasser aus der Wanne benutzt, das Zusatzverfahren, bei dem der Schlauch neues Wasser von außerhalb der Wanne erhält sowie das Saugverfahren, das dem Schröpfen ähnelt. Dabei zieht der Schlauch das Wasser an und es wird ein Unterdruck erzeugt.
Die Wirkung einer Unterwassermassage zeigt sich in der Entstauung und Entspannung, der Anregung des Stoffwechsels sowie der Lösung von Verklebungen und Vernarbungen des Gewebes. Außerdem werden Schmerzen gelindert und der Blutdruck gesenkt.
Zu den Anwendungsgebieten der Unterwassermassage gehören unter anderem Bänder- und Muskelzerrungen, Morbus Bechterew, Atrophien, Muskelhartspann, chronische Verstopfung, Morbus Parkinson, Sensibilitätsstörungen, Erkrankungen der Gallenblase, Ulcus cruris sowie Durchblutungsstörungen. Nicht zur Anwendung kommen sollte eine Unterwassermassage hingegen bei Herzbeutelentzündungen, Herzinfarkten, arterieller Hypertonie, Blutungsneigung, malignen Tumoren, dem Roemheld-Syndrom und Leberzirrhose.
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