27. Dezember 2009
Von Viola Reinhardt
Der Oberbegriff "Stoffwechselmassage" fasst mehrere Massagearten zusammen. Unter ihnen befinden sich unter anderem die ayurvedische Garshan-Massage, die Saugglockenmassage, die Lymphmassage, die Kneipp-Massage, die Bürstenmassage und viele andere. Eine klare Zuordnung ist oft sehr schwierig, da es sich fast immer um Kombinationen aus mehreren Techniken handelt. Allen gemeinsam ist das Ziel der Entgiftung und Entschlackung sowie der Fettverbrennung.
Stoffwechselmassagen werden in der klassischen Massage ebenso angewendet wie im Wellnessbereich und der kosmetischen Massage. Die Kombinationsmöglichkeiten sind zahllos, wichtig ist nur, dass die kombinierten Techniken den Stoffwechsel anregen, die Entgiftung vorantreiben und den Körper entsäuern. Weil jeder Mensch anders ist, wird eine gute Stoffwechselmassage auch auf die individuellen Bedürfnisse des Patienten eingehen.
In der Regel wird der gewünschte Effekt durch sehr kräftiges Massieren erreicht. Außerdem werden bei fast allen Techniken Hilfsmittel eingesetzt, wie etwa spezielle Massagehandschuhe, Bürsten oder eine Saugglocke. Die Massage arbeitet sich immer von den äußeren Extremitäten zu den Ausscheidungsorganen hin. Das ist wichtig, um die Schlacken und eingelagertes Wasser möglichst effizient abtransportieren zu können.
Besonders bekannt ist eine Form der Stoffwechselmassage, das Udvartana. Das ist eine ayurvedische Ganzkörpermassage, die das Hautbild verbessert und die Gewichtsreduktion unterstützt. Massiert wird hierbei mit speziellen Ölen und Pulvern, die auf das Befinden des Patienten abgestimmt werden. Im Udvartana unterscheidet man drei Arten. Die Behandlung mit trockenem Pulver ist hierbei die intensivste Variante. Wesentlich sanfter ist die Behandlung mit einem Gemisch aus Pulver, Öl und Wasser. Doch die entspannendste Art des Udvartana ist die Massage mit Pulver auf eingeölter Haut. Die benutzten Öle und Pulver werden mit kontrollierten Streichbewegungen über den gesamten Körper verteilt. Dabei nutzt Udvartana den entstehenden Wärmeeffekt, der die Haut und die inneren Körperfunktionen anregt. Dabei werden die Poren geöffnet und gereinigt und so kann der Körper die Wirkstoffe ideal aufnehmen.
Im besten Fall wird die Massage bereits am frühen Morgen durchgeführt. So kommt der Körper in Schwung und der Stoffwechsel kann den ganzen Tag über vermehrt arbeiten. Oft werden auch sehr anregende Duftstoffe wie Zitronen-, Rosmarin- oder Birkenblätteröl benutzt. Sie alle haben bekanntermaßen eine besonders Stoffwechselanregende Wirkung, weil sich die Öle auch positiv auf den Blutdruck auswirken, sind sie geradezu optimal für Menschen mit niedrigem Blutdruck. Wer also mit Schwung in den Tag starten will, sollte sich eine der Stoffwechselmassagen keinesfalls entgehen lassen.
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12.01.11 | |
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