18. Juni 2009
Von Viola Reinhardt
Die Segmentmassage ist eine Technik aus dem Bereich der Physiotherapie. Sie nimmt sich der reflektorischen Veränderungen in den Segmenten des Körpers an und kann für Rücken, Brustkorb, Kopf und Nacken sowie das Becken eingesetzt werden. Mit ihrer Hilfe ist es möglich, von außen Einfluss auf das Innere zu nehmen.
Ihren Namen hat die Segmentmassage einer Einteilung der Wirbelsäule in Segmente zu verdanken. Als Segment bezeichnet man die gesamte Zone, die durch einen Rückenmarksnerv versorgt wird. Dazu gehören nicht nur ein bestimmtes Hautareal, sondern auch ganze innere Gefüge, wie etwa vereinzelte Skelettmuskeln, Gefäßabschnitte oder Organe. Dieses Wechselspiel innerhalb dieser Zonen macht sich die Segmentmassage zunutze. Hauptsächlich wird nah an der Wirbelsäule gearbeitet. Dabei werden alle erreichbaren Gewebe des Körpers bearbeitet um reflektorische Veränderungen zu finden und beheben zu können. Solche Veränderungen können zum Beispiel durch funktionelle Absonderlichkeiten des Skeletts oder auch durch Krankheiten der inneren Organe entstehen.
Die Technik der Segmentmassage nimmt eine Unterteilung in verschiedene Segmentbereiche vor. So gibt es sechs Kopfsegmente, zwölf Brustsegmente, fünf Lendensegmente sowie das Steißbeinsegment. Die dort massierte Haut gibt dann Impulse an die mit ihr zusammenhängenden Muskeln, Nerven und Organe ab und wirkt so wohltuend auf innere Organe, fördert die Durchblutung und stärkt die Muskulatur. Voraussetzung für den Erfolg der Segmentmassage ist, dass Körperregionen betroffen sind, deren Hautnervenbezirke mit dem Rückenmark zusammenhängen.
In der Segmentmassage arbeitet der Masseur mit verschiedenen Massage- und Streichgriffen. Dazu gehört der Säge-, Schub-, Zug-, Anschraub- und Zwischendornfortsatzgriff. Abhängig davon, wo sich der Schmerz befindet, kann die Segmentmassage gezielt dagegen vorgehen. Ein kurzes Vorgespräch ist wichtig, um einen eigenen Behandlungsplan für den Patienten zu erstellen, in dem die genaue Abfolge der Grifftechniken vorgeschrieben wird. Die Griffstärke ähnelt der der klassischen Massage und wird daher von den meisten Patienten als angenehm empfunden, was ergänzend auch einen gewissen Wohlfühleffekt vermittelt und dem Ganzen die etwas klinische Vorgehensweise nimmt.
Die Behandlung mit der Segmentmassage sollte keine Einzelveranstaltung bleiben, bewährt haben sich hier Serien, auch, um einen präventiven Effekt zu erzielen. Zu empfehlen sind daher zehn bis zwölf Sitzungen einmal pro Woche oder aller 14 Tage und zwar zweimal jährlich. Zu Anfang der Behandlung wird dreimal pro Woche etwa 25 Minuten massiert. Die Massagezeit kann auf 50 Minuten gesteigert und die Häufigkeit auf eine Massage in der Woche reduziert werden. Gerade bei dieser Massageform empfiehlt es sich nur in erfahrene und damit sachkundige Hände zu begeben.
Hier ist Platz für Ihre Meinung zu diesem Artikel.
Lesermeinung schreiben |
19.06.11 | |
![]() | SEGMENTMASSAGE |
07.06.11 | |
![]() | SEGMENTMASSAGE |
10.01.11 | |
![]() | SEGMENTMASSAGE |
06.05.10 | |
![]() | SEGMENTMASSAGE |
23.04.10 | |
![]() | SEGMENTMASSAGE |
Stellen Sie eine Frage oder lesen Sie mehr im Segmentmassage Forum

