23. Mai 2009
Von Viola Reinhardt
Über den Körper eines Menschen verteilen sich unzählige Reflexpunkte, die besonders in der Traditionellen Chinesischen Medizin eine große Beachtung finden. Doch auch bei der Periostmassage sind Reflexpunkte unter dem Muskel das Ziel einer Behandlungsform, die zu einer Schmerzlinderung und sehr oft auch zur Schmerzfreiheit führen kann.
In der Anwendung zeigt sich die Periostmassage, oder übersetzt Knochenhautmassage, etwas anders als man es von herkömmlichen Massagearten her kennt. Nicht der Muskel wird massiert, sondern sehr viel tiefer. Eine Behandlung, die im ersten Moment mehr als ungewöhnlich erscheint, da der Muskel zur Seite geschoben wird.
Die Periost, also Knochenhaut legt sich als schützende Hülle über den Knochen. Bestehend aus einem bindeartigen Gewebe findet sie sich außer an den Gelenkflächen an allen Knochen des Menschen. Oft zeigen sich an ihr Verhärtungen und Knötchen, die auf Dauer für eine Vielzahl an Beschwerden sorgen können. Die Periostmassage konzentriert sich deshalb auf diese Punkte und bewirkt damit eine gesteigerte Durchblutung, eine Anregung der Zellerneuerung und eine Entkrampfung der Organe, sowie der entfernt gelegenen Gefäßgebiete.
Eine Periostmassage lässt sich deshalb bei zahlreichen Erkrankungen und Beschwerden recht erfolgreich anwenden. Rückenbeschwerden, Ellenbogenschmerzen, chronische Migräne und Kopfschmerzen, Angina pectoris, Durchblutungsstörungen oder auch chronische Atemwegsbeschwerden sind hierbei nur einige der Beschwerdebilder die mit einer Knochenhautmassage gelindert werden können.
Da der Therapeut bei dieser Massage die Muskeln sanft zur Seite schieben muss um an die Reflexpunkte der Knochenhaut zu gelangen, ist eine große Erfahrung nötig. Mittels Finger und Fingerknöcheldruck wird bei dieser Massage punktförmig Druck ausgeübt, der anfangs durchaus zu Schmerzen führen kann. Allerdings sind diese Schmerzen erwünscht, zeigen sie damit, dass tatsächlich die Knochenhaut und nicht die Muskeln massiert werden.
Die Periostmassage ist allerdings trotz ihrer positiven Wirkungen nicht bei allen Beschwerden die geeignete Behandlungsmethode. Menschen die unter Osteoporose, Knochentuberkulose, Entzündungen, Verletzungen im Gebiet der Massage oder auch Knochentumoren leiden, dürfen diese Methode nicht anwenden lassen. Für alle anderen Personen gilt allerdings bei anhaltenden Erkrankungen, die die Indikationen erfüllen, die Knochenhautmassage als eine wirksame Heilunterstützende Methode, die sich durchaus lohnt ausprobiert zu werden.
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