12. Januar 2012
Unter Peeling versteht man eine dermatologische oder kosmetische Behandlung, bei der man oberflächliche Hautschichten entfernt. Diese Schälkur kann bei bestimmten Beschwerden durchaus hilfreich sein.
Der Begriff Peeling stammt aus dem Englischen und bedeutet pellen oder schälen. Gemeint ist damit vor allem das chemische oder mechanische Entfernen der obersten Hornschicht der Haut. Zur Behandlung von verschiedenen Hautbeschwerden kann ein medizinisches Peeling zur Anwendung kommen.
Durch das Peeling wird bewirkt, dass die Haut wieder glatter und besser aussieht. Auf mechanische Weise oder mithilfe einer chemischen Säure entfernt man die zu behandelnde Hautpartie, wodurch die Neubildung der unteren Hautschichten angeregt wird. Zu den unterschiedlichen Säuren, die zur Anwendung gelangen, gehören vor allem Vitamin A-Säure, Phenol, Fruchtsäure sowie Trichloressigsäure (TCA).
Gut bewährt haben sich medizinische Peelings bei Hautbeschwerden wie Akne, kleinen Narben, Hyperkeratosen, großporiger Haut, Pigmentflecken wie Altersflecken, Pigmentstörungen, Hautlinien, Fältchen und Falten. Typische Hautstellen, an denen ein Peeling durchgeführt wird, sind das Gesicht, das Dekolleté und die Hände. Mitunter wird aber auch der ganze Körper behandelt.
Bei einer chemischen Peeling-Behandlung kommt Säure in zunächst geringer Konzentration zum Einsatz. In den weiteren Sitzungen steigert man dann allmählich die Dosis. Bei den meisten Menschen lässt man die Säure rund 30 Minuten auf der Haut einwirken. Im Abstand von einigen Wochen wiederholt man diese Prozedur. Nach der Behandlung ist es wichtig, sorgsam mit der Haut umzugehen.
Bei der Durchführung eines Hautpeelings ist das Auftreten von unerwünschten Nebenwirkungen im Bereich des Möglichen. So kann es nach der Behandlung zur Bildung von Narben, Hautveränderungen, Verbrennungen und Infektionen kommen. Wird ein chemisches Peeling durchgeführt, besteht sogar die Gefahr von Kreislaufproblemen, Herzrhythmusstörungen, Leberstörungen und Nierenproblemen.
Das Risiko von Nebenwirkungen lässt sich jedoch reduzieren, wenn man die Behandlung von einem erfahrenen Arzt durchführen lässt. Möchte man das Peeling lieber von einer Kosmetikerin vornehmen lassen, sollte diese über eine medizinische Ausbildung verfügen. Außerdem wird empfohlen, sich vorher von einem Arzt untersuchen zu lassen.
Die Gefahr von Nebenwirkungen hängt auch von der Art des Peelings ab. So sind bei einem oberflächlichen Peeling kaum Probleme zu befürchten. Höher ist das Risiko dagegen beim tiefen und mitteltiefen Peeling. Grundsätzlich ist es wichtig, nach der Behandlung die Sonne mehrere Monate konsequent zu meiden, da eine Empfindlichkeit gegen UV-Strahlen besteht.
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