6. November 2007
Die Massage unterschiedlicher Körperregionen hat sich seit langen Jahren bewährt, die Bindegewebsmassage gehört allerdings noch zu den relativ jungen Formen der Massage und wurde erst in der ersten Hälfte dieses Jahrhunderts entwickelt.

Sie zählt zu den Reflexzonenmassagen und wird nicht nur für die Behandlung der entsprechenden Körperstellen eingesetzt, sondern auch, um Diagnosen zu stellen. Hier geht man davon aus, dass Erkrankungen der inneren Organe zu veränderten Spannungsverhältnissen im Bindegewebe der Haut führen. Diese entstehen, wenn Haut und Unterhaut gewissermaßen miteinander verkleben. Durch eine Massage können diese Stellen zunächst durch Tasten aufgespürt und anschließend behandelt werden, wobei auf einen Spannungsausgleich hingearbeitet wird. Diese zu bearbeitenden Zonen finden sich hauptsächlich am Rücken und sollten zwei- oder dreimal pro Woche für einen Zeitraum von bis zu einer Viertelstunde massiert werden.
Nach den Vorstellungen der Naturheilkunde werden bei diesem Verfahren auch die Organe positiv beeinflusst, die durch dieselben Nervenstränge versorgt werden wie das bearbeitete Hautsegment. In der Bindegewebstherapie werden den Organen bestimmte Zonen zugeordnet, die senkrecht zur Wirbelsäule verlaufen. Findet sich innerhalb einer Zone eine Störung in Form einer Verknotung, so muss den Vorstellungen der Therapie nach auch das zugeordnete Organ betroffen sein. So wird diese Therapie unter anderen bei Beschwerden wie Migräne, Gelenkschmerzen, Krampfadern oder Durchblutungsstörungen an den Beinen angewendet. Doch auch Beschwerden nach Entzündungen des Magen-Darm-Bereiches oder der Leber können eventuell durch eine Bindegewebsmassage ausgeglichen werden. Es gibt allerdings auch – oft recht ähnliche – Erkrankungsformen, bei denen diese Massage nicht oder nur nach ärztlicher Absprache angewendet werden sollte. Hierzu zählen beispielsweise fieberhafte Erkrankungen, Venenentzündung oder Herz-Kreislauf-Probleme. Auch bei Blutungsneigung sollte das Gewebe nicht auf diese Art stimuliert werden. Natürlich gibt es stets Stimmen, welche die möglicherweise auftretenden Wirkungen bestreiten.
Für eine Eigenbehandlung ist diese Form der Massage nicht geeignet, da Kenntnisse über die einzelnen Hautsegmente und die tiefer gehenden Strukturen vorhanden sein müssen.
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