Unterschiedliche Anwendungsgebiete und Durchführung von Wechselduschen

Mann mit offenem Mund und hochgehobenen Armen unter der Dusche

Wechselduschen zur Anregung von Kreislauf und Immunsystem

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  • von Paradisi-Redaktion

Unter einer Wechseldusche versteht man das abwechselnde Duschen mit warmem und kaltem Wasser. Auf diese Weise werden Kreislauf und Immunsystem angeregt und die Durchblutung gefördert.

Ziel und Zweck

Ziel und Zweck des Wechselduschens ist vor allem die Stärkung des menschlichen Immunsystems und die Anregung des Kreislaufs auf natürliche Weise. Darüber hinaus trainiert man die Elastizität der Gefäße und fördert die Durchblutung.

Ablauf

Bei einer Wechseldusche lässt man abwechselnd warmes und kaltes Wasser über den Körper laufen. Durch dieses Training der Gefäße, die sich während der Wechseldusche schnell erweitern und dann wieder zusammenziehen, wird der Körper besser abgehärtet. Dadurch friert er im Winter nicht so schnell und man kann auf natürliche Weise Erkältungskrankheiten vorbeugen.

Anwendungsgebiete

Wechselduschen werden oftmals auch im Rahmen einer Hydrotherapie angewandt. Sie lassen sich jedoch ebenso einfach und problemlos an anderen Orten ausführen, wie beispielsweise:

Auch als Mittel gegen erschlaffte Haut an den Armen, dem Bauch oder der Brust sowie bei Cellulite wird die Anwendung von Wechselduschen empfohlen.

Bei dem Einsatz des kalten Wassers ziehen sich die Gefäße zusammen, wodurch es zu einer Straffung der Haut kommt. Um eine Wirkung gegen Cellulite und Falten zu erzielen, müssen die Wechselduschen jedoch regelmäßig durchgeführt und mit kosmetischer Pflege verbunden werden.

Bei niedrigen Blutdruck helfen Wechselduschen und Sport

Besonders schlanke Menschen sind von einem niedrigen Blutdruck betroffen

Dunkelhaarige Frau fasst sich an die Stirn, hat Kopfschmerzen
Stressed businesswoman © Suprijono Suharjoto - www.fotolia.de

Um den Kreislauf anzukurbeln, können sich Menschen, die einen niedrigen Blutdruck haben, durch Wechselduschen und sportlicher Bewegung oftmals selber helfen. Bei den Wechselduschen sollte man nur darauf achten, dass das kalte Wasser den Vorgang beendet.

Aber auch regelmäßige sportliche Bewegung bringt den Kreislauf in Schwung, wobei hier neben dem Ausdauersport wie Schwimmen, Radfahren und Laufen, aber auch Tennis oder Squash helfen.

Bei dem Sport aber nicht die Flüssigkeitsaufnahme vergessen, denn zwei bis drei Liter am Tag sind dann nötig. Am besten hierbei Mineralwasser oder Tees, ab Früchte oder Kräuter ist vom Geschmack abhängig, aber auch Säfte sind zu empfehlen. Kaffee oder schwarzer Tee helfen nur kurzfristig den Blutdruck zu steigern.

Symptome und mögliche Folgen

Im Prinzip ist ein zu niedriger Blutdruck nicht weiter gefährlich, doch neigen einige Betroffene zu Schwindel und eventuell zu Ohnmachtsanfällen, wobei als ein typisches Symptom das "Schwarzwerden" vor den Augen gilt.

Bei einem starken niedrigen Blutdruck, den man auch als Hypotonie bezeichnet, liegt der systolische Wert unter 100 und der zweite diastolische Wert beträgt weniger als 60 mmHg. Der Bluthochdruck wird mit Hypertonie bezeichnet. Einen niedrigen Blutdruck haben meistens schlanke Menschen.

Wechselduschen stärken das Immunsystem

Erkälteter Mann mit Schal und Pulli liegt unter der Decke und friert
Junger Mann ist erkältet und friert © Danel - www.fotolia.de

Regelmäßige Güsse mit kaltem und warmem Wasser stärken nachweislich die Abwehrkräfte des Körpers. Das schreibt Dr. med. Ulf Beyersdorf, Mitglied im Förderkreis Immunschutz, in der Apothekenzeitschrift Senioren Ratgeber.

Wasseranwendungen trainieren zum einen die Gefäße und fördern die Durchblutung. Zum anderen reizen sie die Haut. Dort sind viele spezielle Abwehrzellen versammelt, die verstärkt zu arbeiten beginnen. Durch das wechselnd kalte und warme Wasser lernt der Körper außerdem, nicht mehr so schnell auszukühlen, sondern sich den jeweiligen Wetterlagen besser anzupassen. Und nicht zuletzt gehen Experten davon aus, dass Wechselgüsse bei regelmäßiger Anwendung den Stresspegel senken.

Gute Effekte mit kalt-warmen Wechselgüssen auf Arme und Beine

Nahaufnahme Pflanzen werden mit Schlauch bewässert
Irrigation © Igor Zhorov - www.fotolia.de

Wenige kalt-warme Wechselgüsse über Arme und Beine bringen bereits einen guten Abhärtungseffekt und stärken die Abwehrkräfte des Körpers.

„Wichtig ist, dass man sie regelmäßig anwendet, um die vorbeugende Wirkung auszuschöpfen“, erklärt Annette Riesfeld, Ärztin am Institut für Gesundheitswissenschaften an der Technischen Universität Berlin im Apothekenmagazin Gesundheit.

Und so wird´s gemacht: Ein weicher, dicker Wasserstrahl – nicht die spritzige Dusche – mit etwa 38 bis 39 Grad Celsius wird von oben nach unten am Arm entlang zur Hand geführt. Man beginnt mit der Innenfläche, wechselt danach zur Außenseite und in der gleichen Abfolge zum anderen Arm. Anschließend dreht man den Kaltwasserhahn auf und wiederholt den Vorgang. Beim Beinguss geht man ebenso vor.

Optimal ist es den Warm-Kalt-Reiz zwei- bis dreimal zu wiederholen.

Anwendung von Wechselduschen

Damit durch das Wechselduschen eine effektive Wirkung entsteht, wird empfohlen diese Methode täglich bei jeder Dusche anzuwenden.

Ablauf einer Wechseldusche

  1. Zu Beginn der Wechseldusche sollte stets mit warmem Wasser begonnen werden, um den Körper richtig aufzuwärmen.

  2. Danach wendet man das kalte Wasser an, wobei man zunächst mit den Füßen und den Beinen beginnt. Dann führt man den Strahl mit dem kalten Wasser langsam aufwärts in Richtung Brust.

  3. Nachdem sämtliche Körperstellen kalt abgeduscht wurden, kommt wieder das warme Wasser zur Anwendung, das man in der gleichen Reihenfolge über den Körper laufen lässt.

  4. Anschließend folgt wieder das kalte Wasser.

Die Prozedur sollte mindestens dreimal wiederholt werden.

Beendet wird die Wechseldusche mit kaltem Wasser. Danach sollte man sich sogleich abtrocknen und warm anziehen.

Die Kälte wird mit der Zeit erträglicher

Mit der Zeit wird die Kälte erträglicher
Mit der Zeit wird die Kälte erträglicher

Wenn man das erste mal eine Wechseldusche anwendet, ist diese Erfahrung recht ungewohnt und das kalte Wasser ist gewöhnungsbedürftig. Doch schon nach ein paar Anwendungen verliert man die Abneigung gegen das kalte Wasser und die Wechselduschen werden als anregend und angenehm empfunden.

Am Anfang kann es zu Atemrasen kommen, da die Atemfrequenz automatisch gesteigert wird. Dies dürfte aber nach einigen Malen wieder weg sein.

Besonders Menschen die schnell frieren, profitieren mit der Zeit von dem Effekt einer Wechseldusche. Auch für Kinder wird die Anwendung von Wechselduschen empfohlen.

Grundinformationen zum Wechselduschen

  • Unterschiedliche Anwendungsgebiete und Durchführung von Wechselduschen

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: men © detailblick - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Junge Frau reagiert überrascht auf heißes oder kaltes Wasser © Lars Zahner - www.fotolia.de

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Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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