25. November 2009
Zur Behandlung oder Vorbeugung gegen zahlreiche Krankheiten und Beschwerden kann die Anwendung der Traditionellen Chinesischen Medizin hilfreich sein. Dabei kommen verschiedene Methoden zum Einsatz.
Die Verfahren der Traditionellen Chinesischen Medizin sind sehr vielfältig, haben aber alle gemeinsam, dass sie den Patienten ganzheitlich betrachten und entsprechend behandeln. In der TCM kommen vor allem fünf Behandlungsmethoden zur Anwendung, die oftmals auch miteinander kombiniert werden.
1. Akupunktur und Moxibustion
Akupunktur und Moxibustion sind äußerliche Anwendungen und gehören zu den bekanntesten Verfahren der Traditionellen Chinesischen Medizin. Dabei werden bestimmte Akupunkturpunkte, die als Meridiane oder Energiebahnen bezeichnet werden, gezielt behandelt, um dadurch die Organe positiv zu beeinflussen. Bei der Akupunktur werden feine, sterile Nadeln in die Akupunkturpunkte eingestochen. Dies dauert etwa 20 – 30 Minuten pro Sitzung. Diese Methode wird auch häufig zur Raucherentwöhnung angewandt.
Auch bei der Moxibustion sollen die Akupunkturpunkte gereizt werden. Dazu benutzt man so genannte Moxazigarren oder Moxawolle, die man an Nadeln über den Akupunkturpunkten abbrennt.
2. Arzneimitteltherapie
Besonders wichtig für die Traditionelle Chinesische Medizin ist die Arzneimitteltherapie, die rund 80 Prozent aller Anwendungen ausmacht. Dabei werden bestimmte Naturstoffe, die pflanzlichen, mineralischen oder tierischen Ursprungs sind verabreicht, wobei die pflanzlichen Stoffe die größte Rolle spielen. Die verschiedenen Kräuter und Wirkstoffe werden miteinander kombiniert und individuell auf den Patienten abgestimmt. Zu den Darreichungsformen gehören vor allem so genannte Dekokte (Abkochungen), aber auch Tabletten, Granulate, Salben, Tropfen, Umschläge, Pulver oder Tees.
3. Massagen (Manuelle Therapie)
Bei einer Massage kommt vor allem die Tuina-Massage zur Anwendung, die sich von einer herkömmlichen Massage unterscheidet. So orientiert sich die Tuina-Massage, genau wie die Akupunktur, an den Meridianen und dem Prinzip von Yin und Yang, mit dem Unterschied, dass keine Nadeln zur Anwendung kommen. Stattdessen werden manuelle Techniken wie Schieben, Kneten, Reiben, Klopfen, Drücken, Zwicken und Kneifen angewandt. Auf diese Weise werden die Körperfunktionen stimuliert und Schmerzen gelindert.
4. Bewegungstherapie
Dabei werden Bewegungsübungen wie Qigong vorgenommen. Durch bestimmte Bewegungen, Atemübungen und Meditation soll die Harmonie des Körpers wieder in Einklang gebracht werden. Ziel des medizinischen Qigong ist es, die Selbstheilungskräfte des Körpers zu aktivieren. Qigong lässt sich vom Patienten auch erlernen und anschließend selbstständig durchführen.
5. Ernährungslehre
Eine wichtige Rolle spielt auch die Ernährungslehre in der Traditionellen Chinesischen Medizin. Dabei werden die Lebensmittel in verschiedene Kriterien wie Geschmack, Temperaturverhalten, Funktionskreis und Wirkrichtung unterteilt. Außerdem achtet die Ernährungslehre darauf, dass die Mahlzeiten nicht nur süß oder sauer sind, da eintönige Mahlzeiten Verdauungsbeschwerden verursachen können. So wird vor allem auf Ausgewogenheit gesetzt, die für den Körper am verträglichsten ist. Zudem werden die Lebensmittel vorbeugend oder therapiebegleitend eingesetzt. Fasten wird hingegen als schädlich abgelehnt und nur bei Beschwerden wie Völlegefühl angewandt.
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