Die 2000 Jahre alte chinesische Medizin basiert auf einem konzentrierten Körpergefühl, einem reinen Geist und vielen Kräutern, Mineralien und Naturheilmitteln.
Körper und Geist werden in der chinesischen Philosophie als Eins gesehen. Es gibt keine Trennung, da es auf ein vollkommenes Gleichgewicht im Menschen ankommt. Sowohl Körper als auch Geist müssen im reinen sein, um einen Organismus gesund zu erhalten.
Die beiden trennbaren Polaritäten der chinesischen Philosophie sind Yin und Yang. Yang steht für das Licht, die Sonne, Wärme, Tag und Feuer. Yin wiederum steht für die Dunkelheit, den Schatten, den Mond, Kälte, die Nacht und das Wasser. Die beiden Komponenten gehen fließend ineinander über um das Gleichgewicht herzustellen und sind ein stückweit immer im Gegenüber enthalten. In Zusammenhang mit den Abwehrstoffen, der Energie, den Kräften und Emotionen des Menschen die im chinesischen mit dem Begriff Qi benannt sind, kommen Körper und Geist in den Einklang.
Die westliche Medizin zeigt sich sehr offen und interessiert an den Ansätzen und Einflüssen der traditionellen chinesischen Medizin. Oft werden Diagnosen westlicher Ärzte über Erkrankungen und Verletzungen mit denen der TCM verglichen, um eine ganzheitliches Krankheitsbild und verschiedene Behandlungsmethoden zu erhalten.
Durch einen Fünf-Säulen-Plan wird ein kranker und geschwächter Organismus wieder geheilt und ein gesunder Organismus vital gehalten. Durch vier Behandlungs- und verschiedene Bewegungstherapien wird die TCM getragen. Die vier Behandlungen sind die Akupunktur, gesunde Ernährung, Massagen und die Anwendung von Heilkräutern und Medikamenten auf Naturbasis. Durch die Bewegungstherapie wie Qigong und Yoga lernt man seinen Körper neu kennen und nimmt ihn bewusster wahr.
Für die bekannten, traditionell chinesischen Arzneimittel werden mineralische, pflanzliche und tierische Substanzen verwendet. Bis zu 5100 Pflanzen und 1600 Tierarten werden in den Rezepten der TCM benannt. In europäischen Ländern werden wiederum nur die pflanzlichen und mineralischen Bestandteile der chinesischen Medikamente übernommen. In China und den anderen asiatischen Ländern, in denen die TCM ihre Anwendung findet, werden die heilenden Pasten, Tees, Salben und Pulver für jeden Patienten individuell angefertigt. Die Herstellung der Arznei wird immer aus frischen und biologischen Substanzen zusammengemischt und auf die Diagnose und das individuelle Krankheitsbild abgestimmt.
Da die TMC schon seit mehr als 2000 Jahren so große Behandlungserfolge aufweist, wurden die Techniken und Verfahrensweisen in den letzten Jahrzehnten immer stärker in die westliche Medizin übernommen. Durch Schulungen und Lehrgänge lernen nun auch Ärzte und Therapeuten hierzulande die TCM auf die geschwächten und kranken Körper und Geiste ihrer Patienten anzuwenden.
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18.04.13 | |
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