16. November 2009
Bei zahlreichen Krankheiten, Beschwerden oder Verletzungen kann eine Thermotherapie hilfreich sein. Diese kann sowohl aus Wärme- als auch aus Kälteanwendungen bestehen.
Für die Durchführung einer Thermotherapie gibt es zahlreiche Möglichkeiten. So können bei einer Wärmetherapie heiße Bäder genommen werden, da auf diese Weise dem Körper mehr Wärme zugeführt wird als er selbst erzeugen kann. Dadurch kommt es zu einem Anstieg der Körpertemperatur und einer Anregung des Immunsystems. Durch die Temperaturänderung wird der Körper zudem angeregt, Krankheitserreger abzutöten. Häufig werden für eine Wärmetherapie auch mineralische und organische Substanzen wie Erde, Moor und Lehm angewandt, die man als Körperpackungen oder Wickeln einsetzt. Dabei werden diese Packungen für etwa 45 Minuten auf die zu behandelnden Stellen aufgelegt. Zur Verstärkung der Wirkung, sollte nach der Behandlung eine halbe Stunde lang, warm zugedeckt, geruht werden.
Im Rahmen einer Kältetherapie wendet man kalte Güsse, Wechselduschen oder Wechselbäder an. Die Temperaturen liegen dabei zwischen 12 und 15 Grad Celsius. Bei Schwellungen oder Blutergüssen nach Verletzungen können für einige Minuten Eispackungen oder Gelkompressen auf die verletzte Stelle aufgelegt werden. Dabei sollte man stets ein Tuch zwischen die Haut und die Eispackung legen, damit es nicht zu Erfrierungen kommt. Nach einer kurzen Pause, in der sich die Haut wieder aufwärmen kann, wird die Anwendung etwa vier oder fünfmal wiederholt. Eine weitere Form der Kältetherapie ist das Barfußlaufen auf Tau oder Schnee, um auf diese Weise das Immunsystem zu stärken.
Nebenwirkung einer Thermotherapie kann die Überlastung des Kreislaufs durch die Anwendung von zuviel Wärme sein. Nach sportlichen Aktivitäten oder nach einem umfangreichem Essen sollte besser keine Wärmetherapie ausgeführt werden. Weitere Gegenanzeigen sind Entzündungen der inneren Organe, Krebserkrankungen, Epilepsie und Tuberkulose. Eine Kältetherapie sollte unterbleiben bei Ischiasbeschwerden, Harnwegsinfektionen, Menstruationsbeschwerden, Rheuma sowie bei einer Reizblase.
Zum Teil kann eine Thermotherapie auch zu Hause durchgeführt werden. So können zum Beispiel kalte oder warme Bäder sowie Eis- oder Körperpackungen in den eigenen vier Wänden zur Anwendung kommen. Zu Sicherheit sollte man eine Thermotherapie zuvor mit seinem Arzt absprechen.
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