2. November 2009
Als Schüßler-Salze werden alternativmedizinische Mineralsalzpräparate bezeichnet. Diese werden homöopathisch dosiert.
Ziel und Zweck der Schüßler-Salze ist die Therapie von Krankheiten mit Hilfe von homöopathisch dosierten Mineralsalzen. Dabei wird davon ausgegangen, dass Erkrankungen durch biochemische Störungen im menschlichen Organismus ausgelöst werden.
Entwickelt wurde die Schüßler-Salz-Therapie im 19. Jahrhundert von dem deutschen homöopathischen Mediziner Wilhelm Heinrich Schüßler (1821-1898), der seine Therapie Biochemische Heilweise nannte. Im Gegensatz zur Homöopathie, benötigte Schüßler für die Durchführung seiner Therapie lediglich zwölf Salze, die als Schüßler-Salze bezeichnet wurden. Nach Schüßlers Theorie entstehen Krankheiten durch gestörte biochemische Prozesse im Körper. Durch das Fehlen eines bestimmten Minerals kann es zu einer Beeinträchtigung des Stoffwechsels kommen. Durch die gezielte Verabreichung von Mineralsalzen könne der gestörte Mineralhaushalt der Körperzellen wiederhergestellt und dadurch zahlreiche Krankheiten geheilt werden. Schüßler grenzte sich mit seinem Verfahren von der Homöopathie ab, da es nicht Samuel Hahnemanns Prinzip, Ähnliches mit Ähnlichem zu heilen, entsprach. Allerdings handelt es sich bei den Schüßler-Salzen durchaus um homöopathische Arzneimittel, die nach homöopathischer Verfahrensweise verdünnt werden. Die medizinische Wirksamkeit der Schüßler-Salze konnte jedoch wissenschaftlich nicht belegt werden. Einige Mediziner urteilten sogar, dass die Schüßler-Salze zur Behandlung von Krankheiten nicht geeignet seien. Allerdings konnten zahlreiche Anwender der Mineralsalze durchaus eine Besserung ihrer Beschwerden feststellen.
Die Schüßler-Salze umfassen zwölf so genannte Funktionsmittel. Diese sind Calciumfluorid, Calciumphosphat, Eisenphosphat, Kaliumchlorid, Kaliumphosphat, Kaliumsulfat, Magnesiumphosphat, Natriumchlorid, Natriumphosphat, Natriumsulfat, Kieselsäure und Calciumsulfat. Im Laufe der Zeit wurden fünfzehn weitere Mineralstoffe, die man als Ergänzungsmittel bezeichnet, eingeführt.
Zur Anwendung kommen können die Schüßler-Salze bei zahlreichen unterschiedlichen Beschwerden. Dazu gehören zum Beispiel Erkältungen, Allergien oder Nervosität. Ebenso können die Schüßler-Salze unterstützend bei der Behandlung von Krankheiten oder zur Vorbeugung eingesetzt werden.
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13.02.12 | |
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29.12.11 | |
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