2. November 2009
Um sich abzuhärten und die Abwehrkräfte zu stärken, wird das Schneegehen empfohlen. Dabei läuft man im Storchengang durch den Neuschnee.
Wer das Schneegehen praktizieren möchte, sollte darauf achten, dass seine Beine und Füße gut vorgewärmt sind, da man keinesfalls mit kalten Füßen durch den Schnee gehen sollte. Das Vorwärmen der Gliedmaßen erreicht man am besten durch gymnastische Übungen vor dem Gang in den Schnee. Neuschnee gilt als wesentlich geeigneter als festgefrorener Schnee. Das Schneegehen sollte am Anfang nicht länger als dreißig bis sechzig Sekunden dauern, da es zunächst sehr ungewohnt ist. Nach und nach, wenn man sich an diese Methode gewöhnt hat, kann man die Zeit dann auf einige Minuten erhöhen. Bei der Gangart sollte man darauf achten, dass man nicht zu schleppend läuft, sondern ähnlich wie ein Storch mit großen, hochgezogenen Schritten voranschreitet. Nachdem man das Schneegehen beendet hat, sollte man sogleich die Füße mit einem Handtuch trockenreiben und sich warme Socken anziehen. Bei regelmäßiger Anwendung des Schneegehens stellt sich eine bessere Durchblutung der Beine sowie der Füße ein und es kommt seltener zu Erkältungen. Falls kein Schnee vorhanden ist, bietet sich das Tautreten, eine weitere Kneipp-Anwendung, auf einer feuchten Wiese als Alternative an. Wer weder über Schnee noch über eine nahe gelegene Wiese verfügt, kann alternativ die heimische Badewanne zum Wassertreten benutzen, um sein Immunsystem zu stärken.
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