2. November 2009
Zur Therapie von verschiedenen Sauerstoffmangelkrankheiten kann eine Sauerstoff-Behandlung erfolgen. Dabei wird dem Körper Sauerstoff zugeführt.
Bei der Durchführung einer Langzeit-Sauerstoff-Behandlung inhaliert der Patient über eine nicht abgedichtete Nasensonde, die auch Nasenbrille genannt wird oder über eine Sauerstoffmaske, den benötigten Sauerstoff. In manchen Fällen wird der Sauerstoff auch über einen Katheter unmittelbar in die Luftröhre verabreicht. Die Inhalation des Sauerstoffs muss mindestens 16 Stunden am Tag erfolgen. Als noch wirksamer gelten 24 Stunden. Die Methode kann auch zu Hause durchgeführt werden. Dafür erhält der Patient einen Sauerstoffkonzentrator, der sich einfach an das Stromnetz anschließen lässt. Wer häufig das Haus verlassen muss, kann ein Flüssigsauerstoffsystem mit tragbarem Tank mit sich führen.
Die Durchführung einer Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie erfolgt stets individuell und wird den speziellen Bedürfnissen des Patienten angepasst. Zuvor werden eine medizinische Diagnose und eine Blutanalyse erstellt. Zu Beginn der Therapie verabreicht man dem Patienten ein Kombinationsmittel aus Vitaminen und Substanzen, die eine Gefäßerweiterung bewirken. Auf diese Weise soll die Sauerstoffaufnahme gefördert werden. Danach atmet der Patient durch eine Sauerstoffmaske oder eine Nasensonde ein spezielles Sauerstoff-Luftgemisch ein. Anschließend wird eine dosierte Bewegungstherapie mit einem Ergometer, Gehtraining oder Gymnastik durchgeführt, um die Aufnahme des Sauerstoffs weiter zu unterstützen. In manchen Fällen werden die Sauerstoff-Inhalation und die Bewegungstherapie gleichzeitig vorgenommen. Die Dauer einer Therapiesitzung beträgt etwa zwei Stunden, wobei in der Regel achtzehn Sitzungen erforderlich sind.
Bei der hyperbaren Sauerstoff-Behandlung setzt sich der Patient in eine Druckkammer und erhält dann den Sauerstoff unter dem erhöhtem Druck der Umgebung.
Durch die Anwendung einer Sauerstoff-Behandlung kann es zu einigen Nebenwirkungen kommen. So darf reiner Sauerstoff nicht länger als vier Stunden eingeatmet werden, da es sonst zu Schwindelgefühlen, Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen kommen kann. Eine häufig auftretende Nebenwirkung sind zudem trockene Nasenschleimhäute. Diesen kann jedoch durch die Pflege mit entsprechenden Salben entgegengewirkt werden.
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