2. November 2009
Zur Vorbeugung oder zur Behandlung von chronischen Rückenschmerzen kann der Besuch in einer Rückenschule sehr hilfreich sein. Dort werden entlastende Bewegungstechniken gelehrt.
Rückenschulen können an verschiedenen Einrichtungen wie physiotherapeutischen Praxen, Arztpraxen, Fitnessstudios oder Erwachsenenschulen durchgeführt werden. Geleitet werden die Kurse in der Regel von Ärzten, Physiotherapeuten oder Sportlehrern mit entsprechender Zusatzausbildung. Die Kurse finden zumeist in Gruppen statt, die nicht mehr als fünfzehn Teilnehmer haben sollten. Die Rückenschule kommt normalerweise einmal in der Woche zur Anwendung und kann bis zu zehn Wochen dauern. Dabei vermittelt man den Teilnehmern zunächst theoretisches Wissen über Beschaffenheit und Aufbau von Wirbelsäule, Muskeln und Bandscheiben. Dann werden verschiedene, sanfte Bewegungsübungen zur stufenweisen Stärkung des Rückens ausgeführt, die Lehrer und Schüler gleichermaßen vornehmen, bis wieder Bewegungen ohne Schmerzen möglich sind. Den Teilnehmern wird vermittelt, die Gymnastik täglich auszuführen, um zukünftige Rückenprobleme zu vermeiden. Außerdem soll ihnen die Angst vor den Rückenschmerzen genommen werden, damit sie wieder mehr Bewegungen im Alltag ausführen. Die Rückenschmerz-Patienten lernen dabei auch, welche Bewegungen ihnen gut tun. Weiterhin werden Entspannungsübungen zur Vermeidung von psychischem Stress, der Rückenschmerzen auslösen kann, vorgenommen. Eine weitere wichtige Rolle spielt die Kräftigung der Rücken- und Bauchmuskulatur. Mit Hilfe der Übungen in einer Rückenschule lassen sich bestehende Rückenbeschwerden verringern und zukünftige Probleme vermeiden.
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