2. November 2009
Als Rückenschule bezeichnet man ein spezielles Übungs- und Informationsprogramm zur Vorbeugung oder Behandlung von Rückenbeschwerden. Dabei werden verschiedene Bewegungstechniken durchgeführt.
Ziel und Zweck der Rückenschule ist die Vorbeugung oder Verminderung von Rückenschmerzen, durch die Stärkung der Muskelgruppen und Entlastung der Wirbelsäule. Zu diesem Zweck werden Kurse abgehalten, in denen Möglichkeiten zur Entlastung des Rückens sowie verschiedene Entspannungstechniken vermittelt werden.
Millionen von Menschen sind von Rückenbeschwerden betroffen, die zu den Volkskrankheiten zählen. Dabei entstehen Kosten in Milliardenhöhe. Um Rückenbeschwerden entgegenzuwirken, wurden in den 80er Jahren die Rückenschulen eingeführt, deren Ziel es ist, durch verschiedene Bewegungsübungen Rückenschmerzen zu reduzieren oder am besten gar nicht erst entstehen zu lassen. Das ursprüngliche Rückenschulen-Konzept war ausschließlich auf das Erlernen von rückenschonenden Bewegungen ausgerichtet, mit denen Rückenschmerzen gelindert oder verhindert werden sollten. Die Teilnehmer der Rückenschule lernten dabei vor allem gezieltes Bewegungstraining zur Vermeidung eines Rundrückens. 2004 wurde dann die KddR (Konföderation der Deutschen Rückenschulen) gegründet, die ein neues Rückenschulen-Konzept zur Ausbildung von Rückenschullehrern erarbeitete. Seit dem Jahr 2007 gilt dieses neue Konzept als Richtlinie für die Schulungskurse. Basis der neuen Rückenschule ist das ganzheitliche Konzept, das auch bio-sozialer Ansatz genannt wird. Dabei werden auch psychische Faktoren wie Angst, Depressionen, Unzufriedenheit und Stress miteinbezogen. Natürlich spielen auch körperliche Belastungen wie eine ungünstige Arbeitshaltung oder das Tragen von schweren Lasten eine Rolle. Ziel des neuen Konzepts ist der Abbau von psychischen Stressfaktoren, das Erreichen von regelmäßiger physischer Aktivität sowie eine Veränderung der Einstellung zu Rückenschmerzen. Durch die Anwendung des bio-psycho-sozialen Konzepts wird den Patienten eine schnellere Rückkehr in den Beruf ermöglicht. Die Rückenschulungsprogramme werden auch von den Krankenkassen unterstützt und bezuschusst.
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Jeder Zweite hat Rückenprobleme, der eine mehr, der andere weniger. Aber es ist leicht und weniger zeitaufwendig...