2. November 2009
Als Schälkur oder Peeling wird eine dermatologische und kosmetische Behandlungsmethode bezeichnet. Dabei werden oberflächliche Schichten der Haut entfernt.
Ziel und Zweck einer Schälkur, die auch als Peeling bezeichnet wird, ist eine intensive Hautpflege. Dabei erfolgen eine gründliche Reinigung der Haut sowie die Befreiung von überschüssigen Hautzellen. Eine Schälkur kann sowohl am Gesicht als auch am ganzen Körper vorgenommen werden. Oftmals dient das Peeling als Vorbereitung für nachfolgende kosmetische Anwendungen.
Schälkuren der Haut wurden bereits im alten Ägypten durchgeführt. In türkischen Bädern gehören Ganzkörperbehandlungen zur Tradition und werden mit Hilfe eines Handschuhs aus Ziegenhaar vorgenommen. Seit den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts kommen Schälkuren auch in Europa zur Anwendung.
Bei einer Schälkur oder einem Peeling unterscheidet man zwischen drei Arten: Dem oberflächlichen Peeling, dem mitteltiefen Peeling und dem tiefen Peeling. Bei der Durchführung einer oberflächlichen Schälkur kommt es zu einer mechanischen oder chemischen Entfernung der obersten Hornschicht der Haut. Dies ist die gängigste Methode, die umgangssprachlich Peeling (englisch für schälen oder pellen) genannt wird. Von einigen Anbietern wird diese Schälkur auch als Mikrodermabrasion bezeichnet. Kommt es zu einem mitteltiefen Peeling, entfernt man die gesamte Hornschicht der Haut auf chemische Weise. Diese Prozedur erfordert jedoch eine längere Vorbereitung und die anschließende Abheilung der Haut dauert ungefähr eine Woche. Bei einem tiefen Peeling trägt man die Haut sogar bis zur Kollagenschicht ab. Da die Abheilung der Haut jedoch mehrere Wochen in Anspruch nimmt, findet diese Methode in Europa kaum noch Verwendung.
Für die Durchführung einer Schälkur kommen verschiedene Produkte oder Materialien zur Anwendung. Beim mechanischen Peeling benutzt man zum Beispiel harte Bürsten, Mikrofasertücher, Meer- oder Kochsalz, Salzkristalle, Zuckerkristalle, Sand, Tonerde, Kunststoffpartikel oder Kaffeesatz. Beim chemischen Peeling kommen vor allem Fruchtsäuren wie Glykolsäure oder Trichloressigsäuren (TCA) zum Einsatz. Auch mit Hilfe von Lasern können Peelings durchgeführt werden.
Zur Anwendung kommt eine Schälkur bei Hautproblemen wie Pigmentflecken, Pigmentstörungen, schlechtem Teint, Unreinheiten der Haut, Falten, erschlaffter Haut, Verhornungsstörungen, Narben, Schwangerschaftsstreifen sowie bei bestimmten Formen von Akne. Eine Schälkur erfolgt meistens im Gesicht, am Dekolletee und an den Händen oder auch als Ganzkörperbehandlung.
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