29. Oktober 2009
Zur Behandlung von verschiedenen Krankheiten kann eine Ozontherapie durchgeführt werden. Dabei kommen verschiedene Methoden für die Behandlung in Frage.
Für die Durchführung einer Ozontherapie stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung:
1. Ozon-Eigenbluttherapie
Bei der Ozon-Eigenbluttherapie entnimmt man der zu behandelnden Person Blut und vermischt es anschließend mit Ozongas. Auf diese Weise soll das Immunsystem angeregt werden. Dabei unterscheidet man zwischen der großen Eigenbluttherapie und der kleinen Eigenbluttherapie. Im Rahmen der kleinen Eigenbluttherapie entnimmt man dem Patienten zwischen zehn und zwanzig Milliliter Blut. Anschließend versetzt man das Blut mit einem Ozon-Sauerstoff-Gemisch und führt es durch eine Injektion in die Muskulatur wieder in den Körper zurück. Um die Blutgerinnung zu hemmen, wird das Blut zudem mit Heparin behandelt. Bei der großen Eigenbluttherapie entnimmt man dem Patienten sogar 60 bis 200 Milliliter Blut. Nachdem man es mit dem Ozongas vermischt hat, spritzt man das Blut über eine Vene wieder zurück in den Körper. Dabei kann das Blut auch unter erhöhtem Druck injiziert werden, um die Wirkung zu verbessern.
2. Intraarterielle Injektion
Dabei wird die Ozonmischung direkt in eine Arterie im Bein gespritzt. Die Methode kommt vor allem bei Druckgeschwüren, diabetischen Gangränen oder Durchblutungsstörungen in den Beinen zur Anwendung.
3. Gasinjektion
Bei einer Gasinjektion wird eine Gasspritze benutzt, um zehn bis zwanzig Milliliter der Ozon-Sauerstoff-Mischung unter die Haut, einen Gelenkspalt oder in eine Arterie zu injizieren. Nach der Injektion erfolgt eine spezielle Massage, damit das Gas unter der Haut verteilt wird.
4. Beutelbehandlung
Bei dieser Behandlungsmethode legt man Ozondichte Plastikbeutel um die Gliedmaßen des Patienten. Danach leitet man das Ozon-Sauerstoff-Gemisch in den Beutel ein. Auf diese Weise werden Geschwüre und offene Wunden behandelt.
5. Rektale Ozon-Insufflation
Die rektale Ozon-Insufflation wird bei chronisch entzündlichen Krankheiten wie z.B. Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn vorgenommen. Dabei wird das Ozongemisch über einen Darmkatheter in den Enddarm gespült.
6. Äußerliche Ozontherapie
Bei der äußerlichen Ozontherapie begast man die Haut direkt mit dem Ozongemisch oder behandelt sie mit ozonisiertem Olivenöl oder Wasser.
7. Intraartikuläre Ozon-Injektion
Diese Methode kommt bei entzündlichen Erkrankungen der Gelenke zur Anwendung. Dabei injiziert der Therapeut das Ozon-Gemisch direkt in das entzündete Gelenk.
Eine Ozontherapie kann bis zu zweimal täglich oder einmal in der Woche zur Anwendung kommen. Außerdem lässt sich die Behandlung bis zu dreißigmal wiederholen.
Da Ozon (O3) für die Atemwege des Menschen giftig ist, ist eine Ozontherapie nicht frei von Risiken. Während der Behandlung darf das Ozon-Sauerstoff-Gemisch nicht zur Freisetzung kommen, da sonst Reizungen der Augen und der Atemwege die Folge sein können. Nach einer Ozon-Eigenbluttherapie kann es zu Nebenwirkungen wie andauernder Müdigkeit, Schwindelgefühlen, Kopfschmerzen, Übelkeit, Kreislaufbeschwerden, Krämpfen und Sehstörungen kommen. Daher wird empfohlen eine Ozontherapie nur von einem erfahrenen Arzt durchführen zu lassen, der zudem eine Notfallausbildung hat. Außerdem sollte man während der Therapie keine Vitamin C-Präparate oder bestimmte Medikamente, die Acetylsalicylsäure enthalten, zu sich nehmen.
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