26. Oktober 2009
Bei zahlreichen Erkrankungen der Atemwege oder der Haut kann eine Klimatherapie hilfreich sein. Diese erfolgt meistens im Rahmen einer Klimakur.
Eine Klimatherapie wird in der Regel als Kur in einem geeigneten Kurort durchgeführt. Welcher Ort für einen Patienten in Frage kommt, hängt von dessen Beschwerden und von der geographischen Lage des heilklimatischen Ortes ab. Die Dauer der Therapie beträgt zumeist mindestens vier Wochen. Krankheiten wie Asthma und Neurodermitis erfordern sogar eine Therapiedauer von zwei bis drei Monaten, damit es zu einem nachhaltigen Behandlungserfolg kommt.
Bei den heilsamen Klimatypen unterscheidet man zwischen dem Hochgebirgsklima, dem Mittelgebirgsklima und dem Meeresklima.
Ein Aufenthalt im Hochgebirge eignet sich besonders bei Asthma, Neurodermitis oder Heuschnupfen. Durch die saubere Luft, die zudem arm an Allergenen und Schadstoffen ist, wird die Überreaktion des Immunsystems und der Atemwege vermindert, wodurch es zu einer Abnahme von Entzündungen kommt. Um einen möglichen Ausbruch der so genannten Höhenkrankheit zu vermeiden, sollten sich Kinder auf einer Höhe von tausend bis zweitausend Metern aufhalten.
Das Klima im Mittelgebirge gilt als besonders schonend, da hier Wind, Luftfeuchtigkeit und Schwankungen der Temperaturen gering ausfallen.
Die Vorteile des Meeresklimas liegen im hohen Salzgehalt, der sauberen Luft sowie der geringen Konzentration von Allergenen. Zudem ist die Luft reich an Jod. So werden Asthma-Therapien häufig an der Küste oder auf den Nord- und Ostseeinseln durchgeführt. Durch die salzhaltige Luft wird der zähflüssige Schleim in den Lungen verringert und die Entzündungen der Atemwege gehen zurück. Nicht geeignet ist das Meeresklima hingegen für Menschen, die unter Hausstaubmilben oder Schimmelpilz-Allergien leiden, da diese auch am Meer vorkommen.
Eine weitere Variante der Klimatherapie ist die Höhlentherapie, die in aufgelassenen Bergwerken oder Höhlen durchgeführt wird, denn die Luft in der Tiefe ist fast frei von Schadstoffen und Allergenen. Vor allem Patienten mit Atemwegserkrankungen und Allergien werden auf diese Weise behandelt.
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