Um bestimmte Beschwerden zu lindern oder auch zur Vorbeugung und Erholung kann eine Hydrotherapie sinnvoll sein. Dabei werden verschiedene Anwendungen mit Wasser vorgenommen.
Eine Hydrotherapie kann sowohl in Kur- und Wellnessbetrieben als auch zu Hause durchgeführt werden. Das Wasser wird dabei entweder kalt, warm oder in Form von Dampf eingesetzt. Während kaltes Wasser belebend und entzündungshemmend wirkt, hat heißes Wasser eine entspannende Wirkung und fördert die Durchblutung von Muskeln und Haut. Zu den Anwendungen der Hydrotherapie gehören:
Unter Kneippschen Güssen oder Flachgüssen versteht man den Einsatz eines Wasserstrahls, der mit geringem Druck auf bestimmte Körperstellen wie Rücken, Gesicht, Arme, Beine oder auch den ganzen Körper zielt. Dabei sollte zuerst mit den Füßen und den Armen begonnen werden. Danach zielt man mit dem Wasserstrahl auf die Körpermitte oder den Kopf.
Dabei wird der Wasserstrahl auf mittleren oder starken Druck, der bis zu drei Bar betragen kann, eingestellt. Danach wird er wie bei den Kneippschen Güssen auf den Körper gerichtet.
Beim Wassertreten läuft der Patient durch ein Becken, das mit kaltem, kniehohem Wasser gefüllt ist.
Bäder können am ganzen Körper, aber auch nur an bestimmten Körperteilen durchgeführt werden. Dabei werden z.B. nur Arme und Beine mit warmem oder kaltem Wasser behandelt. Bei so genannten Bürstenbädern kommen Bürsten zur Massage zum Einsatz. Eine weitere Variante ist das Stangerbad, bei dem galvanischer Strom zur Durchblutungsförderung und Schmerzlinderung durch das Wasser geleitet wird.
Bei einem Bewegungsbad werden gymnastische Übungen oder Unterwassermassagen durchgeführt. Zur Anwendung kommt es vor allem bei Knochenbrüchen und Erkrankungen der Wirbelsäule.
Dabei kommt heißer Wasserdampf, der auch mit Kräutern versetzt werden kann, zur Anwendung. Typische Beispiele für Dampfbäder sind die Sauna und das Türkische Bad.
Bei einer Abreibung wird ein feuchtes Tuch auf den Körperteil, der behandelt werden soll, gelegt und dann mit der Hand abgerieben. Auf diese Weise wird die lokale Durchblutung angeregt.
Dabei wird ein feuchtes Innentuch, das mit einem trockenen Innen- und Außentuch abgedeckt wird, auf bestimmte Körperstellen gelegt.
Da sich einige Hydrotherapie-Anwendungen auf die Atmung und das Herz-Kreislauf-System auswirken, sollten Menschen, die unter Herzkrankheiten, Tuberkulose, Schilddrüsenüberfunktion oder Nieren- und Lebererkrankungen leiden, besser auf Kneippsche Güsse verzichten oder sich vorher mit einem Arzt beraten.
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21.09.11 | |
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29.11.10 | |
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Vielschichtig und verständlich werden die Leser in die faszinierende Welt der Bewegung im Wasser eingeführt, wie...
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