22. Oktober 2009
Bei oberflächlichen Hautproblemen kann die Anwendung einer Fruchtsäurebehandlung hilfreich sein. Dabei wird Fruchtsäure auf die Haut aufgetragen.
Bei einer Fruchtsäurebehandlung wird zwischen drei Methoden unterschieden: Dem oberflächlichen Peeling, dem mittleren Peeling sowie dem tiefen Peeling. Beim oberflächlichen Peeling verwendet man Fruchtsäuren mit einer Konzentration von 20 – 50 Prozent oder Trichloressigsäure. Eine Betäubung ist dafür nicht nötig. Die Rötungen der Haut, die bei der Prozedur auftreten, verschwinden in der Regel schon nach einem Tag wieder. Beim mittleren Peeling muss eine Vorpräparation der Haut erfolgen. Die Konzentration der Fruchtsäuren und der Trichloressigsäure sind höher als beim oberflächlichen Peeling und liegen bei rund 70 bzw. 35 Prozent. In manchen Fällen kann auch eine pharmakologische Ruhigstellung der zu behandelnden Person erforderlich sein. Nach der Behandlung dauert es ein paar Tage, bis sich die geschädigte Haut abgeschält hat. Darüber hinaus ist für mehrere Monate ein Lichtschutz erforderlich. Bei einem tiefen Fruchtsäurepeeling trägt man die Haut bis zur Kollagenschicht ab. Da diese Methode jedoch einen wochenlangen Heilungsprozess erfordert, wird sie in Europa kaum verwendet.
Bevor man eine Fruchtsäurebehandlung durchführen lässt, sollte man sich vorher mit dem behandelnden Arzt über mögliche Nebenwirkungen, Behandlungsablauf und die Kosten beraten. Zudem wird empfohlen vor der Behandlung keine Kosmetika wie Parfüm oder Make-up zu verwenden. Außerdem sollte die Haut mit einer milden Seife gereinigt werden.
Zu Beginn eines Fruchtsäurepeelings wird eine Heimbehandlung von etwa zwei Wochen Dauer durchgeführt. Um die Haut an die hochkonzentrierte Fruchtsäure zu gewöhnen, bekommt die zu behandelnde Person dafür ein Pflegeset, das zwanzigprozentige Fruchtsäure enthält. Diese wird dann mit einem Pinsel dünn auf die Hautstellen, die behandelt werden sollen, aufgetragen. Dabei kann es bereits zu einem leichten Abschäleffekt kommen. Nach dieser Vorbehandlung wird das eigentliche Fruchtsäurepeeling durchgeführt. Die Konzentration der Fruchtsäure wird dabei in einem Abstand von zwei bis vier Wochen zunehmend gesteigert. Dabei hängen die Höhe der Konzentration und die Anzahl der Behandlungen von der Art und dem Ausmaß der Hautprobleme ab. In der Regel werden etwas sechs bis zehn Fruchtsäurebehandlungen in einem Zeitrahmen von mehreren Wochen durchgeführt. Ist die Hautirritation nur geringfügig, kann die Konzentration der Fruchtsäure rasch gesteigert werden. Während der Anwendung bleibt die Lösung mit der Säure etwa mindestens drei bis höchstens fünfzehn Minuten auf der Haut. Dabei kann es nach einigen Minuten zu einem Brennen auf der Haut kommen. Mit Hilfe einer Pufferlösung kann diesem jedoch entgegengewirkt werden.
Nachdem die Anwendung beendet wurde, ist es empfehlenswert eine Gesichtsmaske oder eine Feuchtigkeitscreme auf die Haut aufzutragen. Durch die Öffnung der Poren dringen die Wirkstoffe und Vitamine besser in die Haut ein. Es ist möglich, dass die Haut nach einer Anwendung für einige Tage gerötet ist. Dann kommt es zur Abschuppung der Haut, die mehr oder weniger sichtbar sein kann. Um die Behandlung zu unterstützen, kann zwischen den Behandlungen eine geringer dosierte Fruchtsäurecreme auf die Haut aufgetragen werden.
Es wird empfohlen, eine Fruchtsäurebehandlung nur von erfahrenen Hautärzten und Kosmetikerinnen durchführen zu lassen, um unerwünschte Nebenwirkungen durch unsachgemäße Behandlung zu vermeiden. Da man die Sonne während einer Fruchtsäurebehandlung besser meiden sollte, gelten Frühjahr, Herbst und Winter als bester Zeitraum für ein Peeling.
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