22. Oktober 2009
Als Fango wird ein Mineralschlamm vulkanischen Ursprungs bezeichnet. Der Schlamm verfügt über eine heilende Wirkung und wird unter anderem zur Behandlung von Nervenerkrankungen und Entzündungen verwendet.
Verwendungszweck des Fangos sind Anwendungen mit heißem Mineralschlamm, um Entzündungen und Nervenerkrankungen zu behandeln. Dabei verwendet man den Fango meist als Packung, Umschlag oder Bad.
Fango ist ein Mineralschlamm, der aus Italien stammt. Bereits in der Römerzeit wurde der Fango von Legionären zu Heilungszwecken angewandt. Der Heilschlamm besteht hauptsächlich aus Fangoschlamm, Thermalwasser sowie Zusätzen von Mikroorganismen und Algen. Beim Fango wird zwischen organischen und anorganischen Fango differenziert. Der organische Fango wird in Italien mit Hilfe von Quellwasser zu einer günstigen Reife gebracht. Durch den Zusatz von Algen und Mikroorganismen können sich die Mineralstoffe des Schlammes noch besser entfalten. Außerhalb Italiens wird der Fango anorganisch, also ohne Reifung angewandt. Durch die Anwendung von Fango können Schmerzen gelindert, die Durchblutung gefördert, die Muskulatur entspannt, das Immunsystem gestärkt und das Bindegewebe gelockert werden. Auch für Wellness- und Schönheitszwecke werden Fangoanwendungen zunehmend eingesetzt.
Zum Einsatz kommt Fango bei zahlreichen Krankheiten und Beschwerden wie Rheuma, Neurodermitis, Ischialgie, Hexenschuss, Rückenschmerzen, Nackenschmerzen, Schulterschmerzen, Sehnenscheidenentzündungen, Muskelverhärtungen, Ekzemen, Schuppenflechte und Menstruationsbeschwerden.
Die heilende Wirkung von Fango-Anwendungen ist wissenschaftlich erwiesen. Daher werden die Kosten für eine Behandlung von den Krankenkassen übernommen.
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