14. April 2011
Wer einmal in den Genuss einer Fango-Therapie gekommen ist, weiß um die rundum wohltuende Wirkung des Mineralschlamms. Ein Gesundheitsurlaub in bestimmten Gebieten am Alpenrand empfiehlt sich besonders für Fango-Freunde.
Bei Fango handelt es sich um einen Heilschlamm vulkanischen Ursprungs. Erfunden wurde diese Therapieform in Italien, wo sich die Aufbereitung des Fangos bis heute leicht von der im restlichen Europa unterscheidet. Bereits römische Legionäre sollen von dem Nutzen des Mineralschlamms profitiert haben.
Das Besondere am italienischen Fango ist, dass es sich um eine organische Form handelt: Neben speziellem Thermalwasser und Tonerde werden hier bestimmte Algen und Mikroorganismen zugesetzt. Diese lösen beim Fango einen natürlichen Reifeprozess aus. Die Algen produzieren unterdessen auch Glykolipide, die so entzündungshemmend sind, dass ihre Wirkung die von Kortison übertrifft - und das ohne die zahlreichen Nebenwirkungen.
Das Thermalwasser im Euganeischen Becken, das die Kurorte Montegrotto, Abano, Galzignano und Battaglia umfasst, entspringt bei einer Temperatur von 87 Grad und enthält besondere Salze, Iod und Brom. Der Fangoschlamm ist ein Naturlehm aus dem gleichen Gebiet.
Neben der entzündungshemmenden Wirkung des organischen Fango führt es auch zu einer Vermehrung der Antioxidantien im Blut, mit denen der Körper freie Radikale bindet. Die Einnahme von Medikamenten kann bei einer Fango-Anwendung häufig reduziert werden.
Allein in der Region Abano/Montegrotto befinden sich über 100 Hotels und 250 Schwimmbäder mit dem besonderen Thermalwasser und Wellnessbereichen, in denen die Fango-Therapie angeboten wird. So eignet sich diese Urlaubsregion perfekt für Rehabilitation, aber auch einfach Entspannung und Wellness.
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