24. Mai 2011
Die Vojta-Therapie ist ein Konzept der Krankengymnastik. Die Patienten werden hier in vorgeschriebene Körperhaltungen gebracht, die den Körper helfen sollen, gesunde Haltung und gesunde Bewegung zu erlernen.
Wie sinnvoll diese Therapie ist, steht aber gar nicht fest. Aussagekräftige Studien zur Vojta-Therapie gibt es offenbar gar nicht. Dennoch verschreiben besonders Kinderärzte immer wieder diese Maßnahme und unwissende Eltern bringen ihre Kinder zur Therapie.
Besonders bei Babys ist diese spezielle Therapieform sehr umstritten. Obwohl die Krankenkassen die Vojta-Therapie bezahlen, sollten Eltern sich gut informieren, ob sie Babys diese Therapie antun möchten. Die Prozedur kann sehr unangenehm werden, da die Kleinen in Haltungen gezwungen werden und sich dann nicht mehr bewegen dürfen.
Das zwanghafte Verharren in einer Position hat schon viele Babys während der Therapiestunden zum Schreien gebracht. Die Frage ist, ob dieses Leiden wirklich nötig ist, wenn die Methode noch nicht einmal als wirkungsvoll bewiesen ist. Der psychische Stress für die jungen Menschen darf nicht unterschätzt werden, wie Bindungsforscher zu bedenken geben. Das Verhalten der Babys kann nachhaltig gestört werden, da sie nicht nachvollziehen können, warum Mama oder Papa sie nicht aus der unangenehmen Lage befreit.
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