9. Juli 2008
Von Sarah Cramer
Der Name Balneotherapie leitet sich ab von lat. balneo = baden und wird umgangssprachlich auch oft allgemein als Bäderkur bezeichnet. Balneologie befasst sich mit der Anwendung und der Wirkung von Wasser (hauptsächlich Heilwasser). Die Balneotherapie ist die praktische Anwendung der Balneologie.
Bei der Balneotherapie kommt ausschließlich Heilwasser zum Einsatz. Heilwasser wird direkt an seinem unterirdischen Quellort abgefüllt. In 1 Liter Wasser muss mindestens 1 Gramm gelöste Mineralstoffe oder Spurenelemente enthalten sein, damit es als Heilwasser gilt. Heilwasser hat somit vor allem einen höheren Mineralgehalt, im Gegensatz zu anderem Wasser. In Deutschland ist Heilwasser als Arzneimittel eingestuft. Es wird ihm nachgesagt Stoffwechsel und Organe anzuregen.
Bei der Balneotheraphie wird also Heilwasser zur therapeutischen Anwendung benutzt. Es wird ausgewählt zwischen Voll-, Sitz- und Teilbädern. Bei Teilbädern werden z.B. nur die Hände oder Füße in das Wasser getaucht. Zu den drei genannten Bäderformen kommt noch das Dampfbad hinzu. Zusätzlich zu den Bäderformen unterscheidet man zwischen fünf Temperaturstufen: kalt, halbkalt, lauwarm, warm, heiß. Bei den heißen Bädern werden 40 Grad Celsius nicht überschritten.
Eine Balneotherapie sollte 3-4 Wochen dauern und wird häufig mit einer Bewegungstherapie ergänzt. In den meisten Fällen wird die Therapie während eines Kuraufenthalts vollzogen, kann heutzutage aber auch ambulant erfolgen. Neben den positiven Wirkungen der unterschiedlichen Mineralien und Spurenelementen, wirkt sich der Auftrieb des Wassers entlastend auf die Muskeln und Knochen.
Die Thalasso-Therapie ist eine spezielle Form der Balneotherapie. Thalasso kommt von griechisch thalassa = Meer. Bei dieser Behandlungsform wird mit Meerwasser, Meeresluft, Sonne, Algen, Schlamm und Sand gearbeitet.
Neben den Bädern werden auch Trinkkuren und Inhalationen mit Heilwasser zur Balneotheraphie gezählt. Die Trinkkur dauert in der Regel 4-6 Wochen und kann 2-3mal pro Jahr durchgeführt werden. Während der Kur werden 1,5 bis 2,25 Liter Heilwasser zur normalen Trinkmenge aufgenommen. Anwendung findet die Trinkkur vor allem bei Stoffwechsel-, Verdauungs- und Harnwegserkrankungen, sowie bei Magen-Darm Erkrankungen.
Diese Wirkungen werden Trinkkuren (mit Heilwasser) unter anderem nachgesagt:
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