26. Juli 2007
Spätestens seitdem Yoga viele berühmte Anhänger hat, wird es in der gesamten Bevölkerung immer populärer. Entgegen manchen Vorstellungen hat es allerdings nichts mit Magie oder religiöser Trance zu tun, sondern zielt auf das Erreichen einer natürlichen Dehnbarkeit des Körpers und psychischer Ausgeglichenheit hin. Das Ziel lautet also: pure Entspannung von Körper und Geist.

Die Yoga-Tradition entwickelte sich über Jahrtausende hinweg in der indischen Kulturgeschichte. In die westliche Welt hielt dieses Übungssystem vor ungefähr hundert Jahren Einzug. Es existieren sechs unterschiedliche Yoga-Wege, die sich zu einer ganzheitlichen Art der Yoga zusammensetzen, die von vielen Yoga-Lehrern empfohlen wird. Allerdings lautet der Rat, das jedes Individuum selbst herausfinden muss, welche Übungen und Wege am besten für den eigenen Körper geeignet sind.
Als bekanntester Weg gilt Hatha Yoga, was zur Entwicklung des physischen Körpers dient. Hatha Yoga unterteilt sich wiederum in acht Stufen, die in der vorgeschriebenen Reihenfolge beschritten und ausgeübt werden sollten. Diese umfassen Übungen zu speziellen Stellungen, Atemübungen und Entspannungstechniken.
Raja Yoga dagegen wendet sich dem Geist zu und arbeitet mit unterschiedlichen Meditationstechniken, während sich Kundalini Yoga mit den Energiezentren des Körpers, auch Chakras genannt, beschäftigt. Der Lehre nach existieren sieben dieser Chakras, die sich entlang der senkrechten Mittelachse des Körpers, also der Wirbelsäule, anordnen. Diese sind durch einen Kanal verbunden, durch den die Energie aufsteigen kann, wenn die einzelnen Chakras miteinander harmonisieren und geöffnet sind. Einzelne Details zu diesen Chakras - denen unterschiedliche Qualitäten des menschlichen Lebens zugeordnet werden - sowie ihre genaue Lage können in verschiedenen Lehren variieren.
Eine aktivere Variante ist Karma Yoga oder das Yoga der Tat. Es lehrt, sich dem Schicksal nicht passiv hinzugeben, sondern es als Chance zu begreifen. Es soll helfen, die Grenzen des eigenen Ichs zu finden.
Übrig bleiben Bhakti Yoga, welches sich mit der Liebe zu Gott beschäftigt, und Jnana Yoga, welches sich mit philosophischen Fragen beschäftigt, denen versucht wird, sich durch Meditation anzunähern.
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