Yoga hat sich als Mittel gegen allerlei körperliche Beschwerden gut bewährt. Yogaübungen eignen sich jedoch auch zur Konzentrationssteigerung.
Der Begriff Yoga entstammt dem indischen Sanskrit. Übersetzt bedeutet er Vereinigung oder Verbindung. Die asiatische Entspannungstechnik wird auch in Deutschland bereits seit über 100 Jahren praktiziert und hat sich in den unterschiedlichsten Bereichen bewährt. So kann man durch bestimmte Yogaübungen seine Konzentration verbessern.
Sich richtig zu konzentrieren, fällt vielen Menschen schwer, denn der menschliche Geist ist ständig mit irgendetwas beschäftigt. So erscheinen oftmals Gedanken, die man gar nicht gerufen hat und die einen vom Wesentlichen ablenken. In diesem Fall helfen Konzentrationsübungen, den Geist zu beruhigen und die Gedanken zu beherrschen.
Beim Yoga gibt es mehrere Möglichkeiten, eine bewusste Konzentration zu erzielen. Dazu gehört vor allem die Konzentration auf den Laut OM, der das bedeutendste Mantra darstellt. Bei Mantras handelt es sich um kurze Wortfolgen oder Laute, die beim Meditieren rezitiert werden. Beim Rezitieren des OM kommt es zum Vibrieren des Brustkorbs und des Gesichts. Manchmal macht sich auch ein leichtes Kribbeln an den Lippen oder den Ohren bemerkbar. Bei dieser Yogaübung nimmt man zunächst den Lotussitz ein und schließt dann seine Augen. Nachdem man tief eingeatmet hat, wird der Mund leicht geöffnet. Während der Meditierende lang ausatmet, rezitiert er das OM. Bei dieser Prozedur konzentriert man sich voll und ganz auf den Laut. Es wird empfohlen, die Übung mehrere Male am Tag durchzuführen. Mit zunehmender Übungsdauer lernt der Meditierende das OM auch im Geiste zu hören. Indem man sich stark auf das OM konzentriert, verhindert man, dass ablenkende Gedanken einen stören.
Eine andere bewährte Yogaübung zur Konzentrationssteigerung ist das Trataka, das übersetzt "den Blick festigen" bedeutet. Dabei konzentriert man sich zumeist auf die Flamme einer Kerze. Bei dieser Übung stellt man eine Kerze auf und zündet sie an. Wichtig ist, dass die Flamme sich genau auf Augenhöhe befindet, wenn man vor ihr sitzt. Da nur das Kerzenlicht zu sehen sein sollte, muss der Raum völlig verdunkelt werden. Beim Üben nimmt man zuerst den Lotussitz ein und hält Rücken und Kopf aufrecht. Dann konzentriert man sich vollständig und so lange wie es geht auf die Flamme. Nachdem man seine Augen geschlossen hat, versucht man, sich die Kerzenflamme im Geiste vorzustellen. Diese Übung wird solange wiederholt, bis andere Gedanken durch die Flamme verdrängt werden.
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