Yoga wird als jeher als Kräftigungsgymnastik betrachtet, die nicht nur unseren Körper stärkt, sondern auch uns mental ausgleicht und damit unser Körper-Geist-System in seiner Gesamtheit anspricht. Eine Studie, die in den USA vom Nationalen Institut für Komplementäre und Alternative Medizin in Auftrag gegeben wurde, konnte die weit verbreitete Meinung jedoch nicht bestätigen.

Zwar wurden Belege dafür gefunden, dass Yoga zu einer Kräftigung der Muskulatur führt. Allerdings konnte man keine Wirkung auf die Psyche der Praktizierenden nachweisen. In vergangenen Studien indes kam man zu der Meinung, dass die Entspannungsübungen und das tiefe Atmen beim Yoga auch dazu führen würde, dass Yogis im Alltag entspannter seien und mit Stress besser umgehen könnten. Diese Studien wurden jedoch allesamt mit verhältnismäßig wenigen Teilnehmern durchgeführt. Die Studie des US-Institutes gilt mit 228 Probanden als die bisher größte und damit statistisch aussagenkräftigste.
Alle Teilnehmer litten an chronischen Rückenschmerzen und mussten über sechs Monate lang regelmäßig Yoga ausüben. Dabei wurden die Probanden in drei Gruppen eingeteilt. Die erste Gruppe absolvierte Yoga im Rahmen eines Kurses in einem Yoga-Studio. Die zweite Gruppe bekam hingegen nur ein Yoga-Buch und war damit auf sich allein gestellt. Die dritte Gruppe absolvierte regelmäßig klassische Dehnübungen für den unteren Rücken.
Es zeigte sich, dass die Teilnehmer der ersten Gruppe regelmäßiger Yoga ausübten, als jene, die nur ein Buch bekamen. Das mag wenig überraschend sein, überraschender war hingegen jedoch, dass Yoga und klassische Dehnübungen offenbar zu den gleichen Resultaten führten. Denn in beiden Gruppen berichteten mehr als 50% der Teilnehmer, dass sie durch das Training deutlich weniger Rückenschmerzen als üblich haben. Ferner konnten die meisten die Einnahme von Schmerzmitteln deutlich verringern. Für die Studie wurde das so genannte Viniyoga genutzt, das zum Hatha-Yoga gehört.
Im Laufe der Studie wurde der Grad der Rückenschmerzen am Anfang, nach sechs Wochen, nach zwölf Wochen und nach sechs Monaten ermittelt.
Neben dem physischen Befinden wurde mittels eines Fragebogens auch der psychische Zustand ermittelt. Wie die Auswertung überraschenderweise zeigte, konnte hier keine signifikante Verbesserung nachgewiesen werden.
Diesen Umstand muss man jedoch mit einen Fragezeichen versehen, wenn man berücksichtigt, dass weniger Rückenschmerzen zweifellos zu einer besseren Gefühlslage bei den Patienten führen dürfte. Es drängt sich daher die Frage auf, ob der Fragebogen für die Ermittlung des psychischen Befindens treffend genug formuliert war.
Es gilt in der Sportwissenschaft als bewiesen, dass jede Form der regelmäßigen körperlichen Ertüchtigung zu einem Stimmungshoch führt. Daher verwundert es doch stark, dass in dieser Studie keine positiven Effekte auf die Psyche der Patienten festgestellt wurde.
Ich würde mal sagen, ob Yoga bei Stress hilft oder nicht, kommt auf die Person an.
Meine Mutter macht klassische Musik auch nervös, mic...
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