28. August 2010
Von Andreas Hadel
Wer sich als Yoga-Anhänger schwer damit tut, Skeptiker vom gesamtgesundheitlichen Nutzen der asiatischen Atemgymnastik zu überzeugen, hat nun ein schlagfertiges Argument auf seiner Seite. Laut einer aktuellen Studie, kann Yoga effektiver als andere sportliche Betätigungen psychische Beschwerden wie Stimmungsschwankungen, Angststörungen, Depressionen und andere Stress bedingte psychischen Störungen lindern.
Ein ungarisches Wissenschaftlerteam an der Universität in Budapest ermittelte bei Personen, die entweder Yoga praktizieren oder eine Laufeinheit absolvieren mussten, die Werte des Gehirnbotenstoffes Gamma-Aminobutyric (GABA). Niedrigere GABA-Werte werden mit Depressionen und anderen psychischen Beschwerden in Verbindung gebracht.
Während die Personen der einen Gruppe für eine Stunde Yoga praktizieren mussten, hatten die Teilnehmer der anderen Gruppe eine Laufeinheit von gleicher Dauer (60 Minuten) zu absolvieren.
Die Probanden der Yoga-Gruppe zeigten im Vergleich zu den Läufern eine signifikante Verringerung in der Stärke von Angststörungen und konnten Stimmungsschwankungen besser kontrollieren und bei Bedarf gegensteuern.
Die Auswertung der Studie ergab außerdem, dass sich die GABA-Werte bei Personen der Yoga-Gruppe über die Dauer des Beobachtungszeitraumes erhöhte.
Damit zeigte sich, dass Yoga als mögliche Therapieform für bestimmte psychische Störungen in Betracht gezogen werden sollte.
Die komplette Studie wird in der Fachzeitung für alternative Medizin "Journal of Alternative and Complementary Medicine" erscheinen.
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