10. Januar 2012
Bei der chinesischen Entspannungstechnik Tai Chi werden langsame Bewegungen ausgeführt, um innerlich zur Ruhe zu gelangen. Zwei wichtige Ausgangsstellungen sind der Bär und das Pferd.
Tai Chi wird auch als Tajiquan oder chinesisches Schattenboxen bezeichnet. Einst war es im alten China eine innere Kampfkunst. In der Gegenwart dient es jedoch als Entspannungstechnik, bei der langsame und fließende Bewegungen ausgeübt werden. Zu den zahlreichen Stellungen und Übungen zählen auch der Bär und das Pferd.
Beim Tai Chi gibt es verschiedene Abläufe, die man nach bestimmten Formen durchführt. Manche davon werden mit einem Partner oder Waffen wie Schwertern ausgeübt. Da Tai Chi heutzutage der Entspannung dient, wurde die Geschwindigkeit der Bewegungen stark verlangsamt. Die unterschiedlichen Stile, die im Laufe der Jahre entstanden, umfassen bis zu 108 Bewegungsfiguren. Ziel und Zweck von Tai Chi ist der harmonische Fluss der körperlichen Lebensenergien, was sich positiv auf die Gesundheit auswirken soll. So werden durch die chinesische Technik die Muskeln entspannt und der Kreislauf angeregt. Ebenso können die Gelenke von Tai Chi profitieren. Ein charakteristisches Merkmal von Tai Chi ist, dass die ausgeführten Bewegungen wie in Zeitlupe ablaufen. Aus diesem Grund spricht man auch häufig von Schattenboxen.
Im Tai Chi gibt es zahlreiche Übungen. Dazu gehören zum Beispiel die acht Brokate, die auch von Anfängern gut ausgeübt werden können. Aufgebaut werden die acht Übungen von zwei Ausgangsstellungen, die man Bär und Pferd nennt. Für die Bär-Stellung nimmt der Übende zunächst die Grundhaltung des Tai Chi ein. Anschließend werden beide Arme leicht angewinkelt. Dabei ist es wichtig, darauf zu achten, dass der Körper Gelassenheit ausstrahlt und völlig entspannt ist.
Auch die Ausgangsstellung Pferd wird mit dem Einnehmen der Grundhaltung begonnen. Dann stellt man die Beine so auf, dass man eine stabile Haltung erreicht. Die Füße sollten dabei in die vordere Richtung zeigen. Außerdem ist es wichtig, die Knie etwas anzuwinkeln und direkt über den Füßen zu positionieren. Der Oberkörper wird währenddessen gerade gehalten. Dabei kann man sich ruhig vorstellen, dass man auf einem Pferd reiten würde. Für Anfänger erweist es sich allerdings meist als schwierig, diese Stellung lange zu halten. Mit zunehmender Übungsdauer fällt es einem jedoch leichter.
Beherrscht man die Ausgangsstellungen Bär und Pferd, können weitere Übungen durchgeführt werden. Dazu gehören zum Beispiel "Den Himmel mit den Händen stützen" oder "Den Adler schießen".
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