29. Dezember 2011
Bei Qigong handelt es sich um eine chinesische Bewegungs- und Meditationsform, die dazu dient, Körper und Geist zu kultivieren. Die asiatische Entspannungsmethode eignet sich auch gut für Einsteiger.
In China praktiziert man Qigong bereits seit mehr als zweitausend Jahren. Allerdings wird die chinesische Entspannungstechnik in viele verschiedene Richtungen unterteilt. So gibt es zum Beispiel Praktiken aus dem Daoismus oder Praktiken, die aus dem Buddhismus stammen. Daher umfasst Quigong ungefähr 1600 unterschiedliche Übungen. Zu den Grundlagen des Qigong gehören Ruhe, Entspannung, Atmung, Bewegung, Natürlichkeit, Ton sowie mentale Vorstellungskraft. Nach der Philosophie des Qigong wird der menschliche Körper von Energiebahnen durchlaufen. Beschwerden oder Erkrankungen entstehen dann, wenn diese Bahnen blockiert werden. Ziel von Qigong ist es, die Blockaden aufzuheben, damit die Lebensenergie (Qi) wieder fließen kann.
Im Qigong gibt es eine Vielzahl von Übungen, wovon die meisten im Stehen durchgeführt werden. Durch diese Übungen lassen sich sowohl Bewegung und Atmung als auch die Vorstellungskraft schulen. Von besonderer Bedeutung ist die Grundhaltung des Qigong, die man vor jeder einzelnen Übung einnehmen sollte. Dazu stellt man die Füße im Abstand einer Schulterbreite parallel nebeneinander. Anschließend werden die Fußspitzen um ca. 45 Grad geöffnet und die Füße gleichermaßen belastet. Dann beugt der Übende seine Knie etwas vor. Während die Achseln ein wenig geöffnet sind, hängen die Hände locker herab. Außerdem wird der Kopf gerade gehalten.
Eine einfache Übung für Qigong-Einsteiger ist "Die Wiederkehr des Frühlings". Sie eignet sich gut, um den Körper am Morgen zu aktivieren oder eine ganze Übungsreihe zu beginnen. Nachdem man die Grundhaltung eingenommen hat, wird der Körper durchgeschüttelt, um die Gelenke zu lockern. Gleichzeitig wippt man aus den Knien heraus. Die Geschwindigkeit der Bewegung wird so gesteigert, als ob man auf einem Pferd reiten würde. Zum Ende der fünfminütigen Übung verlangsamt man die Bewegungen wieder.
Eine andere einfache Qigong-Übung ist "Das Qi heben und senken", die zur Entspannung des Atems dient. Dabei hebt man die Arme nach oben, die dann eine waagerechte Linie bilden. Außerdem stellt man sich einen Ball vor, den man in den Händen hält. Dieser imaginäre Ball wird langsam auf Augenhöhe angehoben und anschließend wieder auf Höhe der Schultern abgesenkt. Wichtig bei dieser Übung ist, den Atemfluss mit den Bewegungen zu koordinieren. Das heißt, dass man beim Anheben des Balles einatmet und beim Absenken wieder ausatmet.
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