13. Januar 2012
Viele Menschen kennen das Problem: Wenn die Tage kürzer werden und die Abende dunkel, dann sind trübe Gedanken und Stimmungswechsel vorprogrammiert. Winterdepression wird das Phänomen umgangssprachlich genannt, welches nicht wenige Menschen in der kalten Jahreszeit befällt.
Dass diese Form der saisonalen Depression tatsächlich mit den Lichtverhältnissen zusammenhängt, legen verschiedene Studien nahe. So steigt die Zahl derer, die an Winterdepressionen mit zeitweiligen Verstimmungen, Müdigkeit oder Antriebslosigkeit leiden, mit zunehmender Nähe zum Nordpol. Für Experten keine Neuheit - schließlich wissen sie seit langem, dass Tageslicht einen enormen Einfluss auf den menschlichen Stoffwechsel und somit auch den Hormonhaushalt hat. Um der Natur ein Schnippchen zu schlagen, kommen immer häufiger spezielle Lichttherapien zum Einsatz. Dabei sitzt der Patient vor einem Gerät, welches das natürliche Tageslicht simuliert. Diese Simulation ist enorm wichtig; künstliches Innenlicht bietet nicht den gewünschten Effekt. Inzwischen macht man sich die Lichttherapie auch in zahlreichen Psychiatrien zu Nutze - mit großem Erfolg, wie sich vielerorts zeigt. Dabei hilft das Licht aus dem Spezialgerät insbesondere saisonal Depressiven helfen. Für andere Indikationen wird die Therapie bereits angewandt, trotzdem besteht hier noch weiterer Forschungsbedarf über die genauen Wirkmechanismen.
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