31. Oktober 2011
Schwedische und finnische Wissenschaftler haben jetzt den Beweis erbracht, dass ein hypnotischer Zustand tatsächlich existiert. Als Beleg für ihre These dient den Forschern ein Merkmal, das viele Hypnotisierte (Hypnotisanden) aufweisen: der starre Blick.
Paradoxerweise hat die Fachwelt dieses Phänomen nie genauer untersucht. Der Grund dafür liegt wahrscheinlich in dem Umstand, dass sich der starre Blick nicht bei allen Hypnotisierten einstellt. Bei ihrem Experiment bemerkten die Wissenschaftler der finnischen Universitäten in Turun und Aalto und der Hochschule von Skövde während der Hypnose eine objektiv messbare Veränderung der automatischen Augenreflexbewegungen. Ein Verhalten, das nicht hypnotisierte Personen nicht bewusst herbeiführen können.
Doch auch diese Erkenntnisse werden die Diskussionen über die Hypnose nicht verstummen lassen. So erklärten die skandinavischen Forscher, dass sich die Fachwelt seit über 100 Jahren uneins sei, ob es einen speziellen Hypnosezustand überhaupt gibt. Manche Psychologen zweifeln die Hypnose an und bezeichnen sie als einen Mythos. Nach dem psychologischen Ansatz wendet der Hypnotisand verschiedene kognitive Strategien an. Hypnose basiert beim kognitiv-sozialpsychologischen Ansatz auf verschiedenen sozialpsychologischen Faktoren. So muss die Testperson beispielsweise gewillt sein, sich hypnotisieren zu lassen.
Rund zehn Prozent aller Menschen gelten als sehr leicht hypnotisierbar. Praktisch nicht hypnotisiert werden können lediglich fünf Prozent.
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