7. Dezember 2009
Als Eutonie bezeichnet man eine spezielle Entspannungstherapie. Dabei soll ein besseres Bewusstsein für den eigenen Körper entwickelt werden.
Ziel und Zweck der Eutonie ist eine Steigerung des Bewusstseins für den eigenen Körper durch die Ausübung von bestimmten Bewegungen. Bei der Eutonie handelt es sich nicht um eine Therapie im eigentlichen Sinne, sondern mehr um ein spezielles pädagogisches Konzept, das auf den Methoden der Reformpädagogik basiert. Dabei wird die Eutonie auch von einem humanistischen Menschenbild geprägt und richtet sich nach dem Wert und der Würde des Menschen.
Der Begriff Eutonie stammt aus dem Griechischen und bedeutet übersetzt soviel wie Wohlspannung. Entwickelt wurde dieses körperorientierte Verfahren von der deutschen Pädagogin Gerda Alexander (1908-1994), die sich aufgrund eigener Erkrankungen mit der Erforschung des menschlichen Körpers sowie seiner Funktionen und Reaktionen beschäftigte. Dabei gelangte sie zu der Ansicht, dass Körper und Seele eine Einheit bilden. Die somatophysische Methode, die Gerda Alexander im Laufe der Zeit entwickelte, nannte sie schließlich im Jahre 1956 Eutonie. Später wurde die Methode von Gerda Alexanders Schülern weiterentwickelt. Wichtigstes Ziel der Eutonie ist es, dem Menschen einen achtsamen Umgang mit seinem Körper nahe zu bringen. Vor allem bei Musikern und Kindern wird diese Entspannungsmethode häufig angewandt und dient sowohl zur Prävention als auch zur Rehabilitation.
Da es sich bei der Eutonie nicht um ein anerkanntes Therapieverfahren handelt, werden die Kosten für die Behandlung nicht von den Krankenkassen übernommen.
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Der von Gerda Alexander in Kopenhagen geprägte Begriff Eutonie bezeichnet den Zustand größtmöglicher Ausgegliche...