Unterschiedliche Anwendungsgebiete, Geschichte und Ablauf der Eutonie

Blonde Frau in weißer Unterwäsche macht Yogaübung auf weißem Hintergrund

Die Eutonie als Entspannungstherapie

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  • von Paradisi-Redaktion

Als Eutonie bezeichnet man eine spezielle Entspannungstherapie. Dabei soll ein besseres Bewusstsein für den eigenen Körper entwickelt werden. Es werden dabei verschiedene Körperberührungen und Bewegungen vorgenommen.

Ziel und Zweck der Eutonie ist eine Steigerung des Bewusstseins für den eigenen Körper durch die Ausübung von bestimmten Bewegungen.

Bei der Eutonie handelt es sich nicht um eine Therapie im eigentlichen Sinne, sondern mehr um ein spezielles pädagogisches Konzept, das auf den Methoden der Reformpädagogik basiert. Dabei wird die Eutonie auch von einem humanistischen Menschenbild geprägt und richtet sich nach dem Wert und der Würde des Menschen.

Geschichte der Eutonie

Der Begriff Eutonie stammt aus dem Griechischen und bedeutet übersetzt soviel wie Wohlspannung. Entwickelt wurde dieses körperorientierte Verfahren von der deutschen Pädagogin Gerda Alexander (1908-1994), die sich aufgrund eigener Erkrankungen mit der Erforschung des menschlichen Körpers sowie seiner Funktionen und Reaktionen beschäftigte.

Dabei gelangte sie zu der Ansicht, dass Körper und Seele eine Einheit bilden. Die somatophysische Methode, die Gerda Alexander im Laufe der Zeit entwickelte, nannte sie schließlich im Jahre 1956 Eutonie. Später wurde die Methode von Gerda Alexanders Schülern weiterentwickelt.

Ziel der Eutonie

Wichtigstes Ziel der Eutonie ist es, dem Menschen einen achtsamen Umgang mit seinem Körper nahe zu bringen. Ziel dieser Methode ist eine angepasste Körperspannung. Darüber hinaus soll das Potenzial eigener körperlich-psychischer Leistungsfähigkeit erkannt und eine positive Grundstimmung in Körper und Seele hervorgerufen werden.

Anwendungsgebiete

Vor allem bei Musikern und Kindern wird diese Entspannungsmethode häufig angewandt und dient sowohl zur Prävention als auch zur Rehabilitation.

Ebenfalls angewendet wir diese Methode bei:

Kostenübernahme

Da es sich bei der Eutonie nicht um ein anerkanntes Therapieverfahren handelt, werden die Kosten für die Behandlung nicht von den Krankenkassen übernommen.

Eutonie wird auch bei Bewegungsstörungen angewandt
Eutonie wird auch bei Bewegungsstörungen angewandt

Ablauf der Eutonie

Im Rahmen der Eutonie soll der eigene Körper durch die Stimulation der Haut erlebbar gemacht werden. Dabei wird, ähnlich wie bei einer Massage, passiver Druck ausgeübt, um dadurch

anzuregen. Des Weiteren dienen die Bewegungen auch dem Abbau von Stress sowie der Lösung von Verhärtungen und Verspannungen.

Durchführung der Eutonie

Bei der Ausübung der verschiedenen Bewegungen nutzt man die Schwerkraft und den Widerstand des Fußbodens, um den Körper mit möglichst wenig Muskelkraft aufzurichten. Dadurch sollen Haltungsschwächen und Haltungsschäden verhindert werden. Auch die Gelenke können durch bestimmte Bewegungen geschont werden.

Eutonie soll dem Patienten ein räumliches Bild seines Körpers vermitteln
Eutonie soll dem Patienten ein räumliches Bild seines Körpers vermitteln

Während der Sitzung soll der Patient im Geiste ein räumliches Bild seines Körpers erhalten. Auf diese Weise können auch Beschwerden wie

gelindert und reduziert werden.

Des Weiteren werden Bewegungsübungen mit verschiedenen Gegenständen, wie zum Beispiel Tennisbällen oder Bambusstäben, durchgeführt, damit der Patient lernt Bewegungen mit alltäglichen Gebrauchsgegenständen ökonomischer auszuführen. Ein weiteres wichtiges Ziel der Eutonie ist die Verbesserung der sozialen Kontaktfähigkeit.

Ob die Eutonie wirksam ist oder nicht, konnte bislang wissenschaftlich nicht eindeutig geklärt werden, da noch keine Studien dazu vorliegen.

Grundinformationen zur Eutonie

  • Unterschiedliche Anwendungsgebiete, Geschichte und Ablauf der Eutonie

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: fit blond in white underwear practicing yoga © Lev Dolgatshjov - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: women's fitness © ISO K° - photography - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Black woman practicing yoga © edbockstock - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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