Entspannungsübungen zum Stressabbau - Asiatische und westliche Entspannungsmethoden im Vergleich

Ein älterer, indischer Mann in gelber Hose sitzt meditierend auf einer Mauer

Reiki, Yoga und Tai Chi oder lieber progressive Muskelentspannung und autogenes Training?

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  • von Paradisi-Redaktion

Unter Entspannungsübungen versteht man unterschiedliche Methoden, um Stress abzubauen. Dazu gehören Bewegungsübungen, entspannende Musik oder auch Meditationen. Dabei können schon kleine Übungen eine große entspannende Wirkung haben.

Ziel und Zweck

Ziel und Zweck von Entspannungsübungen ist der Abbau von physischem und psychischem Stress.

In der heutigen Zeit ist der Mensch häufig starkem Stress im Alltag oder im Berufsleben ausgesetzt. In dieser Hektik ist es umso wichtiger sich regelmäßig zu entspannen, damit es durch Überforderung nicht zu gesundheitlichen Problemen kommt. Denn regelmäßige Ruhe ist wichtig für den gesamten Körper und den Stoffwechsel.

Typbedingte Entspannungsübungen gegen Stress

Dunkelhaarige Frau mit geschlossenen Augen lehnt ihren Kopf entspannt auf den Arm
relaxation © Darren Baker - www.fotolia.de

Die beste Hilfe gegen Stress heißt Entspannung. Aber für jeden Einzelnen gibt es unterschiedliche Entspannungsübungen, so sollten Menschen, die meistens schnell handeln, dies mit einer progressiven Muskelentspannung versuchen. Hierbei werden bestimmte Körperpartien im Wechsel angespannt und entspannt, so dass auch der Stress verschwindet.

Die Übungen kann man auch täglich im Büro machen. Wer mehr emotional veranlagt ist, das heißt dieser Typ von Mensch handelt mehr nach seinem Bauchgefühl, sollte sich in Stresssituationen selbst einmal ein Geschenk machen, wie beispielsweise eine Massage gönnen, vielleicht ein Kurzurlaub oder auch ein Besuch ins Theater oder Oper, je nach Lust und Laune.

Für andere Menschen, meistens spirituelle und philosophische Typen, hilft die Meditation, wobei der Puls und die Atmung verlangsamt wird und sie einfach abschalten können, so dass irgendwelche Körperübungen dafür nicht nötig sind.

Relaxübungen in den Tagesrhythmus integrieren

Dunkelhaarige junge Frau mit weißem Hut sitzt entspannt barfuß auf grüner Wiese
Portrait of sexy woman on green park background © T.Tulic - www.fotolia.de

Entspannungsübungen helfen dabei, Schmerzen, die durch Reizdarm, Migräne, Asthma oder Schlafstörungen hervorgerufen werden, leichter zu ertragen. Doch eine Schmerzlinderung kann nur eintreten, wenn die Übungen regelmäßig und konsequent, also täglich, ausgeführt werden, da der Körper nur so die Methoden verinnerlichen kann.

Bücher oder CDs helfen zwar gut, um einen Einblick in das Thema zu erlangen, doch die speziellen Techniken sollten besser im Rahmen eines Kurses erlernt werden, in welchem Trainer auf die individuellen Bedürfnisse der Teilnehmer eingehen können und sie individuell betreuen.

Die Entspannungsübungen sollten in den Tagesrhythmus integriert werden und bestenfalls morgens nach dem Frühstück, zwischen 12 und 15 Uhr oder am frühen Abend durchgeführt werden. Leistungsdruck ist dabei vollkommen Fehl am Platz. Erfolge bei der Ausübung der Entspannungspraktiken kann nicht erzwungen werden, es ist eine Frage der Ausdauer.

Richtig atmen, das Leben gelassener sehen und Stress vorbeugen

Frau entspannt in Hängematte auf Veranda, im Hintergrund Palmen
Beach Hammock © Vladislav Gansovsky - www.fotolia.de

Jeder kennt den Spruch „erst mal tief durchatmen“ – vor allem in schwierigen oder stressigen Situationen kommt er zum Tragen und soll dabei helfen, sich wieder zu entspannen. Tatsächlich ist es möglich, durch ein bewusstes Atmen viele Dinge gelassener zu sehen und einen Gang runter zu schalten. Dies kann in Momenten der Angst, Hektik oder Nervosität wahre Wunder bewirken.

Man kann die Atmung nutzen, um seine Gefühlslage zu beeinflussen, und das mit ganz einfachen Übungen. Um sich zu beruhigen, kann es schon helfen, das Ausatmen etwas zu verlängern. Auch, seinen Atem einfach nur zu beobachten und zu sehen, wie der Körper darauf reagiert, hilft beim Abschalten. Die Konzentration auf den eigenen Körper erlaubt keinen „unnötigen“ Gedanken, sich breit zu machen und die Seele zu belasten.

Das Problem in der heutigen Zeit ist das flache Atmen der Menschen – wer darauf achtet, bewusst tief in den Bauch hinein zu atmen, wird lernen, besser mit Stress umzugehen. An das bewusste Atmen sollte man sich mehrmals in der Woche heranwagen. Wenn Stress jedoch die Überhand gewinnt, dann ist es sinnvoll, auf verschiedene Entspannungsverfahren wie Autogenes Training zurück zu greifen.

Möglichkeiten der Entspannung

Dabei kann die Anwendung von speziellen Entspannungsübungen sehr hilfreich sein. So bieten Volkshochschulen und Krankenkassen spezielle Kurse an, in denen man verschiedene Entspannungsübungen erlernen kann. Manchmal genügen aber auch schon ein Spaziergang an der frischen Luft oder ein wohltuendes heißes Bad, um sich zu entspannen.

Darüber hinaus gibt es aber zahlreiche Entspannungsübungen, die dabei helfen Stresssituationen gut zu bewältigen und den Stress nicht überhand nehmen zu lassen. Dazu gehören unter anderem:

Eine weitere angenehme Methode ist Entspannungsmusik, die speziell zur Entspannung und zum Abbau von Stress konzipiert wurde.

Positive Effekte

Zu den positiven Effekten von Entspannungsübungen gehören:

  • die Lösung von muskulären Verspannungen
  • die Verbesserung der Atmung
  • die Anregung des Kreislaufs
  • die Steigerung der Stimmung

So lassen sich durch die Anwendung von Entspannungsübungen Körper und Geist wieder in Harmonie bringen.

Mit Entspannungstechniken kann man Schlafprobleme beheben

Autogenes Training und Atemübungen können helfen, wieder gut zu schlafen

Frau mit gefalteten Händen beim Yoga oder Meditieren
yoga © Kati Molin - www.fotolia.de

Schlafprobleme gehören mit zu den häufigsten Beschwerden der Deutschen. Wer einen stressigen Job hat, kommt selbst nachts ofmtals nicht zur Ruhe und hat Probleme, einzuschlafen.

Es gibt viele verschiedene Hausmittel, die die Beschwerden lindern können, sowie Medikamente. Doch dies ist auf Dauer keine Lösung, denn solche Arzneimittel haben Nebenwirkungen. Man kann auch auf eine andere Art gegen die Schlafprobleme angehen - mithilfe von Entspannungsübungen. Dabei gibt es viele verschiedene Möglichkeiten und Techniken.

Entspannungsübungen für die Muskeln und autogenes Training

Ziel der Übungen ist es, den Körper zu entspannen und seine innere Ruhe wieder zu finden. Mögliche Methoden, um wieder gut schlafen zu können, sind beispielsweise Muskel-Entspannungsübungen. Durch das Lockern der Muskeln können Verkrampfungen gelöst werden, die auch häufig die Ursache der Probleme darstellen. Weiterhin kann autogenes Training zu einem besseren Wohlbefinden beitragen.

Atemübungen

Durch bestimmte Atemtechniken kann man lernen, sich auf positive Gedanken und Gefühle einzustellen. Neben den Entspannungsmethoden kann man auch aktiv etwas gegen Schlafstörungen tun, wie etwa durch Tai Chi, was für eine besser Konzentration sorgt und die innere Balance fördert.

Bei chronischen Schmerzen helfen Entspannungsübungen

Junge Frau bei Yogaübung
Female yoga doing exercises © kiri - www.fotolia.de

In Deutschland leiden etwa zwei Drittel der Erwachsenen regelmäßig an Kopfschmerzen und 80 Prozent haben einmal in ihrem Leben auch Rückenschmerzen. Zusätzlich kommen noch die plötzlich auftretenden Schmerzen hinzu, beispielsweise nach einem Stoß gegen einen Gegenstand oder das Umknicken des Fußes beim Laufen.

Aber wenn die Schmerzen chronisch werden, muss man nicht immer auch regelmäßig zur Schmerztablette greifen, denn als Alternative haben sich Entspannungsübungen mittlerweile als sehr wirksam gezeigt. Hier sind Yoga oder Qigong und die progressive Muskelentspannung sowie aber auch Achtsamkeitsübungen mittlerweile Standard.

Aber warum helfen diese Therapien oftmals besser als Medikamente, die zudem teilweise noch Nebenwirkungen haben? Die Antwort ist ganz einfach, denn dabei wird der Kopf, beziehungsweise das Gehirn, beeinflusst. Durch die Schmerzwahrnehmung wird der ursprüngliche Schmerz noch verstärkt, so dass wir uns automatisch verkrampfen.

Wenn zudem der Schmerz noch länger anhält, so reagieren wir auch gereizter, was sich auf die Psyche auswirkt und wir verkrampfen uns noch mehr. Hier helfen also die Entspannungsübungen.

Aber man sollte diese Übungen nicht nur einmal in der Woche, vielleicht in einer Gruppe, sondern mehrmals durchführen, wie der Psychokardiologe Jochen Jordan von der Kerckhoff-Klinik in Hessen erklärt.

Entspannungsübungen helfen auch bei Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, so übernehmen auch die Rentenversicherungen die Kosten solcher Therapien, so gibt es auch spezielle Kardiologische Reha-Kliniken, die diese Entspannungsübungen anbieten.

Mit Hilfe von Entspannungs-CDs optimal auf die Geburt vorbereiten

Kopfhörer auf nacktem schwangerem Bauch
Headphones on belly © Dmitry Naumov - www.fotolia.de

In der Schwangerschaft entspannt zu sein, ist für die werdende Mutter und ihr Baby sehr wichtig. Wenn die Mutter zur Ruhe kommt, wird diese auch auf ihr Kind im Bauch übertragen, dies schafft Wohlbefinden und Vertrauen.

Mithilfe einer geführten Entspannungs- und Atemübung fällt das Relaxen noch viel einfacher. Dafür gibt es passende CDs, auf denen beruhigende Klänge und Stimmen zu hören sind. Mithilfe der Musik kann die Schwangere sich erholen und den Kontakt zu ihrem Baby bewusst herstellen. Der ruhige Atem der werdenden Mutter überträgt sich auch auf das Ungeborene, so spürt es dass sich seine Mama wohlfühlt und kann sich auch entspannen.

Durchführung von Entspannungsübungen

Zum Abbau von Stress genügen oftmals schon einfache Techniken, die man im Alltag jederzeit anwenden kann. So werden acht simple Entspannungsübungen empfohlen, die man immer dann anwenden sollte, wenn es zu Stresszuständen kommt.

Verlassen des Raumes

Wenn der Stress überhand zu nehmen droht, sollte man den Raum, in dem er entstanden ist, für eine Weile verlassen. Durch diese räumliche Distanzierung kann oftmals auch der aufgekommene Stress wieder abgebaut werden.

Atemübung

Auch das bewusste Atmen kann beim Abbau von Stress hilfreich sein und wirkt wie eine kleine Meditation. Dazu atmet man fünf- bis zehnmal durch die Nase tief ein und anschließend wieder aus. Dabei schließt man die Augen und konzentriert sich voll und ganz auf seine Atmung.

Anwendung von Wasser

Sehr hilfreich kann auch die Anwendung einer heißen Dusche oder eines heißen Bades sein. Durch das heiße Wasser können sich die gestressten Muskeln wieder entspannen.

Wenn Stress das Leben beherrscht: Die besten Methoden zur Entschleunigung

Brünette Frau in weißer Kleidung macht draussen Yoga
Yoga Outside © EastWest Imaging - www.fotolia.de

Fast jeder erwachsene Deutsche leidet heute ab und zu an Stress. Bei vielen entwickelt sich die Belastung sogar zu einem Burnout oder zu Depressionen. Hilfreich sind da Entspannungsübungen, mit deren Hilfe Seele und Geist wieder zur Ruhe kommen. Bekannt ist vor allem das indische Yoga, das auf einer uralten Lehre basiert und dafür sorgt, dass sich Seele und Körper im Einklang befinden.

Tai Chi und Qi Gong gehören zu den beliebten Entspannungsmethoden

Immer beliebter wird jedoch auch die chinesische Entspannungsmethode Tai Chi mit ihren sanften, fließenden Bewegungen, die manchmal als Schattenboxen bezeichnet werden. Wie das Yoga fußt auch Tai Chi auf der asiatischen Lehre von der inneren Energie (Qi), die ungestört durch den Körper fließen muss. Ein enger Verwandter des Tai Chi, der jedoch mehr Wert auf meditative Aspekte und eine korrekte Atmung legt, ist das Qi Gong.

Pilates entwickelte sich aus Yoga und Tai Chi

Aus Yoga und Tai Chi entwickelte der Deutsche Joseph Pilates im frühen 20.Jahrhundert das nach ihm benannte Training, das außerdem viele Anleihen beim klassischen Ballett genommen hat.

Stärkung der geistigen und körperlichen Abwehrkräfte durch die vollkommende Konzentration auf Bewegung und Körperkontrolle

Durch die volle Konzentration auf die Bewegungen und die Körperkontrolle werden die geistigen und körperlichen Abwehrkräfte gestärkt, so dass auch der Stress keine Chance mehr hat. Ähnlich funktioniert auch die Feldenkrais-Methode des israelischen Physiologen Moshé Feldenkrais.

Stressfreie Kids und entspannte Eltern durch spezielle Übungen

Mutter und kleine Tochter sitzten sich auf einer blauen Yogamatte gegenüber und meditieren
family mother and child daughter are engaged in meditation and y © JenkoAtaman - www.fotolia.de

Unsere Zeit ist meist hektisch und schnelllebig. Beruf, Karriere, Familie, Freunde, Hobbys: alles soll unter einen Hut gebracht werden. Den Stress unseres Alltags bekommen dabei nicht nur Erwachsene zu spüren. Auch auf die Kleinen kann sich die Anspannung negativ auswirken. Immer mehr Kinder leiden unter Hyperaktivität und Konzentrationsschwäche.

Um Kindern die Möglichkeit zu geben, sich zu entspannen und rundum ausgeglichen zu fühlen, können spezielle Entspannungsübungen helfen. Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung und Fantasiereisen gehören hierbei zu den beliebtesten Techniken. Wichtig ist bei den Entspannungsübungen eine bildhafte, kindgerechte Sprache zu verwenden. Wird die Fantasie bei den Übungen angeregt, fällt es den Kleinsten leichter, die Erklärungen umzusetzen. Bleibt der spielerische Charakter gewahrt und überschreitet sie Übungseinheit eine Länge von maximal fünfzehn Minuten nicht, so können Kinder von Entspannungsübungen deutlich profitieren.

Günstiges und effektives Stress-Training - Auch Online-Training hilft

Junge dunkelhaarige Frau mit Bluse in Büro zwischen Computer und Büchern mit Wasserglas, hält sich Kopf wg Kopfschmerzen
douleur et mal de tête © Charly - www.fotolia.de

Für viele Menschen ist es fast unmöglich, dem Stress zu entgehen. Auf der Arbeit verlangen Chef und Kollegen Bestleistungen, die Familie kündigt sich für das Wochenende an oder Kinder wollen abenteuerliche Ausflüge machen. Zeit für Entspannung ist knapp bemessen und muss daher effektiv genutzt werden.

Doch der Zwang, sich in diesen kleinen Zeitfenstern sofort entspannen zu müssen, stresst viele nur umso mehr. Damit man nicht im Burnout landet, empfehlen viele Ärzte ein Antistress-Training, doch dieses ist oft recht teuer und erfordert ebenfalls viel investierte Zeit.

Hoffnung macht nun eine aktuelle Studie, die ergeben hat, dass man kein Training mit einem Therapeuten machen muss. Es hilft bereits, wenn man an einem Online-Training gegen den Stress teilnimmt. Das wiederum spart viel Zeit, Geld und hilft ebenso bei der Entspannung. In mehrwöchigen Programmen können die Teilnehmer dann verschiedene Trainingsprogramme absolvieren. Sie bekommen praktische Übungen an die Hand, die bei der Entspannungsfindung helfen.

Unter anderem gibt es Atemübungen oder Tipps zum Einschlafen. Zudem gibt es Strategien, die laienfreundlich erklärt werden und so helfen, dass eigene Zeitmanagement zu verbessern. Hinterlegte Dateien enthalten Mediationsübungen, die man in aller Ruhe in den eigenen vier Wänden ausprobieren kann.

In einer Studie zum Thema wurde vor dem Beginn des Online-Trainings der aktuelle Stresslevel der rund 300 Probanden ermittelt und nach dem Ende des Programms ein erneuter Test durchgeführt. Im Schnitt hatte der Stress bei den Teilnehmern nachgelassen. Wer dagegen in der Kontrollgruppe gewesen war und kein Training erhalten hatte, der besaß noch immer den Stresslevel vom Beginn der Studie. Daher legen die Forschern allen Stressgeplagten nahe, dass Training einmal für sich auszuprobieren.

Mit kurzen Entspannungsübungen lässt sich der Stress im Alltag mindern

Frau sitzt vor einem Bildschirm und fasst sich vor Schmerzen an den Nacken
Business woman holding her neck with hand. © Martinan - www.fotolia.de

In der heutigen schnelllebigen Gesellschaft, in der der Alltag jedes Einzelnen vollgepackt ist mit Arbeit, Verpflichtungen und Sorgen, ist Stress quasi vorprogrammiert. Wer dauerhaft unter Stress steht, läuft jedoch Gefahr krank zu werden. Damit es nicht so weit kommt, gibt es ein paar kurze Entspannungsübungen, die sich in jeden Arbeitsalltag integrieren lassen. Gerade Menschen, die viel im Büro sitzen, leiden oft unter Muskelverspannungen. Vorbeugend helfen Lockerungsübungen, die die beginnenden Verspannungen lösen.

Einfache Gymnastikübungen am Arbeitsplatz sorgen für Bewegung und helfen

Wer kann, stellt sich dazu am besten hin, lässt Arme und Beine locker und schüttelt alle Gliedmaßen für mehrere Sekunden einmal richtig durch. Wer in einem Großraumbüro sitzt, kann Schultern, Arme, Hals und Beine einfach im Sitzen hin und wieder ein wenig bewegen.

Bewegung jeglicher Art bauen Stresshormone schneller ab

Eine weitere Möglichkeit die Muskeln zu lockern ist das Strecken. Dafür einfach beide Arme so weit nach oben strecken, wie es geht. Auch etwas Bewegung vor und nach der Arbeit oder in der Mittagspause lockert die Muskeln. Am entspannendsten wirkt ein kurzer Spaziergang an der frischen Luft. Durch die Bewegung werden auch die Stresshormone Cortisol und Adrenalin schneller abgebaut.

Die Bauchatmung - eine praktische Übung für zwischendurch

Wer einfach nur unter Strom steht und eine schnelle Entspannung für Zwischendurch braucht, kann es mit dem Bauchatmen versuchen. Dafür legt man beide Hände auf den Bauch und atmet so tief ein, dass man an den Händen spürt, wie sich der Bauch aufbläht. Anschließend atmet man langsam und lange wieder aus.

Humor

Lachen ist oftmals die beste Medizin gegen Stress und schlechte Stimmung. Dabei kann man auch gemeinsam mit den Kollegen über einen neuen Witz lachen oder sich auf ein fröhliches Erlebnis konzentrieren.

Tee trinken

Abwarten und Tee trinken heißt es schon in einem alten Sprichwort. Empfohlen wird vor allem das Trinken von Kamillentee, der einen beruhigenden Effekt auf die Nerven hat.

Entspannungsmusik

Das Hören der Lieblingsmusik oder von spezieller Entspannungsmusik mit ruhigen sanften Tönen kann ebenfalls sehr zum Abbau von Stress beitragen.

Bewegung an der frischen Luft

Ein Spaziergang an der frischen Luft gehört zu den wirksamsten Entspannungsübungen. Wenn möglich, sollte man sich mindestens zehn Minuten pro Tag Zeit dafür nehmen. Aber auch sportliche Aktivitäten wie allgemeine Bewegungsübungen oder Joggen tragen zum Abbau von Stress bei.

Ausbrechen aus der Routine

Auch durch das Verändern von täglichen Gewohnheitsmustern kann Stress abgebaut werden. Dabei sollte man versuchen aus der üblichen Routine auszubrechen und etwas Neues auszuprobieren.

Progressive Muskelentspannung

Eine weitere Entspannungsübung, die sich einfach anwenden lässt, ist die progressive Muskelentspannung. Dabei werden sämtliche Muskeln an Armen, Beinen, Gesicht und Rücken zehn Sekunden lang angespannt. Anschließend lockert man die Muskeln wieder. Diesen Vorgang wiederholt man drei- bis fünfmal.

Darüber hinaus gibt es noch viele andere ausgefeilte Entspannungsübungen wie:

  • Autogenes Training, Meditation
  • Yoga
  • Qigong
  • verschiedene Körpertherapien, die man in speziellen Kursen erlernen kann

Asiatische und westliche Entspannungsmethoden im Vergleich

Viele Menschen stehen täglich unter einer enormen Anspannung. Der Beruf sowie die privaten Sorgen erhöhen den Druck auf jeden einzelnen Bürger. Ohne körperliche und geistige Übungen zur Entspannung drohen gesundheitliche Schäden. Die westlichen und östlichen Kulturen haben dafür unterschiedliche Methoden entwickelt.

In Ost und West anerkannt

Bereits seit vielen Jahrtausenden werden diverse Formen genutzt, um

  • sich selbst zur Ruhe zu verhelfen
  • die Muskeln zu lockern
  • die Konzentration zu schärfen oder
  • einfach die Fantasie anzuregen.

Bekannt ist seit jeher, dass insbesondere die Stimulanz des Unterbewusstseins in jeder Person ein Kraftpotenzial freisetzen kann, dessen wir uns oft nicht gewahr sind. Ängste und Denkblockaden lassen sich auf diese Weise beheben, der Blick für die wesentlichen Dinge wird dagegen verbessert.

Die östlichen und westlichen Traditionen auf dem Weg zum eigenen Ich unterscheiden sich dabei - dennoch sind sie in dem Erfordernis vereint, dass jede der Übungen zur umfassenden >Entspannung beiträgt.

Östliche Methoden zur körperlichen Heilung

Bereits in den antiken Kulturen Japans und Chinas galt das Wissen als weitverbreitet, dass ein gesunder Geist ausschließlich in einem gesunden Körper wohnen kann.

Die Wege zur Entspannung führten hier also nicht alleine über die mentalen Seiten des Menschen, sondern auch über eine Lockerung der Muskeln sowie eine Verbesserung der Durchblutung und trugen damit immer auch zu einem ansteigenden Fluss der innerlichen Energien bei.

Insbesondere

das mit dem bloßen Auflegen der Hand auf bestimmte Partien des Leibes einen Heilungserfolg herzustellen vermag, verdeutlicht die Wichtigkeit der körpereigenen Kräfte. Daneben lassen sich vielfältige Übungen zur Erhöhung der Bewegungs- und Atemqualität finden. Sie vereinen sich in der Anwendung

  • des Qigong.

Östliche Übungen zur Entspannung

Grundsätzlich ist neben den beiden genannten Formen der Aktivierung der Heilkräfte gerade in der asiatischen oder indischen Kultur immer auch erkennbar, dass die Suche nach Ruhe und Konzentration über den Körper führt.

Zwei weitere Beispiele stellen

dar. Hier sind es die fließenden Bewegungsabläufe, die nicht alleine die Muskulatur und das Knochengerüst des Anwenders stärken und gleichzeitig flexibel halten. Vielmehr werden auf diese Weise auch der Geist und das gesamte Unterbewusstsein angesprochen. Der Betroffene kann

  • entspannen
  • sich gänzlich den Übungen hingeben und
  • jeden einzelnen Schritt in höchster Konzentration absolvieren.

Das wiederum

Heute werden hierzulande auch die östlichen Entspannungstechniken gerne angewandt
Heute werden hierzulande auch die östlichen Entspannungstechniken gerne angewandt

Westliche Methoden zur körperlichen Heilung

Dass die Gesundheit eines Menschen hauptsächlich über das körperliche Wohl erreicht werden kann, ist auch außerhalb des Ostens bekannt. Hier ist es aber vorwiegend

  • die progressive Muskelentspannung,

die zum Abbau von Blockaden, Schmerzen und Entzündungen genutzt wird. Der Anwender liegt dabei ruhig auf einer weichen Unterlage oder kann – bei fortgeschrittener Übung – ebenso sitzen. Durch äußere Einflüsse wie Massagen, Stromreize oder akustische Signale wird nun der Bewegungsapparat angesprochen.

Die Muskeln spannen sich an und lösen sich. Auf diese Weise kann ein Zustand der inneren Befreiung erreicht werden, das jedoch erst bei wiederholter Anwendung. Ratsam ist es daher, derartige Abläufe in den Alltag zu integrieren und sie möglichst oft wahrzunehmen.

Westliche Übungen zur Entspannung

Darüber hinaus sind in der westlichen Tradition auch vielfältige Wege entstanden, zur eigenen Ruhe zu finden. Hierzu zählt insbesondere

  • das autogene Training,

bei dem sich der Proband selbst in entspannende Zustände versetzt, indem er sich bestimmte Bilder vor dem geistigen Auge vergegenwärtigt. Er kann sich somit in ein eigenes Paradies im Garten, an den Strand mit blauem Meerwasser oder einen hohen Gipfel versetzen. Stets für wenige Minuten angewendet, stärkt diese Maßnahme den Organismus und stimuliert das Unterbewusstsein.

Im Übrigen lässt sich zwischen der westlichen und der östlichen Philosophie auch eine Schnittmenge erkennen. Sie liegt in

  • der Meditation,

die von beiden Kulturen angewendet wird und den Ausschluss aktiven Denkens bewirken soll.

Die individuelle Entscheidung

Wer künftig nach

  • Entspannung
  • Verbesserung des Wohlbefindens und
  • Stärkung der Abwehrkräfte

sucht, sollte sich mit allen Möglichkeiten befassen, die die Lehren des Westens und des Ostens ihm bieten. Jeder Mensch muss dabei selbst erkennen, welche Methoden ihn am ehesten auf diesem Wege begleiten können und welche er wiederum nicht nutzen möchte. Richtige und falsche Anwendungen gibt es nicht.

Alle aufgezeigten Optionen haben sich über viele Jahrhunderte hinweg bewährt. Es lohnt sich daher, täglich für einige Minuten in die genannten Programme einzutauchen und sich selbst zu fragen, worin der Wert oder der Nachteil jedes einzelnen von ihnen liegt. Aber erst die langfristige und disziplinierte Anwendung einer Übung führt zur umfangreichen Entspannung.

Entspannungstechniken zur Bewältigung von Angst

Eigentlich handelt es sich bei Angst um ein ganz normales Gefühl, dass zum Schutz des Menschen dient. Bei manchen Menschen kommt es durch ständigen Stress jedoch irgendwann zu einem permanenten Angstgefühl. In diesem Fall ist die Angst kontraproduktiv, da sie die Lebensqualität der Betroffenen erheblich einschränkt.

Die Fähigkeit, abzuschalten

Zahlreiche Menschen schaffen es in der heutigen Zeit einfach nicht, einmal abzuschalten und sich richtig zu entspannen. Ist man jedoch immer nur aktiv, besteht die Gefahr, dass man die Fähigkeit zur Entspannung gänzlich verliert. Psychische Erkrankungen, zu denen auch Angststörungen gehören, haben in den letzten Jahren immer mehr zugenommen.

Ausgelöst werden Ängste häufig durch einen stressigen Alltag, in dem die betroffenen Personen nicht zur Ruhe kommen. Bei manchen Menschen ist die dauerhafte Belastung so stark, dass der Körper durch Angst und Unruhe überfordert wird, wodurch sie ständig unter Angstgefühlen leiden.

Angst vorbeugen

Damit es gar nicht erst so weit kommt, ist es wichtig, der Angst entgegenzuwirken. Ein gutes Mittel, um Angstgefühle und Unruhe in den Griff zu bekommen, sind verschiedene Entspannungstechniken.

Autogenes Training

Zu den bekanntesten Entspannungsmethoden zählt autogenes Training. Grundlage dieser Technik ist die Autosuggestion, die dem Ausübenden dabei hilft, sich selbst zu kontrollieren. Man kann auch von einer Art Selbsthypnose sprechen.

Bei autogenem Training konzentriert man sich auf bestimmte Empfindungen des Körpers und versucht durch das geistige Aufsagen einer Formel, diese Empfindungen herbeizuführen.

Je länger autogenes Training betrieben wird, desto einfacher ist es, den angestrebten Zustand zu erreichen. Am besten lässt sich diese Entspannungstechnik unter fachkundiger Anleitung, wie zum Beispiel bei einem Kurs an der Volkshochschule, erlernen.

Hatha-Yoga

Unter Hatha-Yoga versteht man eine altindische Entspannungsmethode, bei der bestimmte Körper- und Atemübungen vorgenommen werden.

  • Durch die Körperübungen lässt sich die Muskulatur entspannen,
  • während die Atemübungen einen beruhigenden Effekt haben.

Durch Hatha-Yoga können gezielt Körperbereiche positiv beeinflusst werden, die unter Stress leiden. Auf diese Weise trägt die Entspannungstechnik dazu, sich besser auf beunruhigende Situationen vorzubereiten.

Qi Gong und Tai Chi

Qi Gong und Tai Chi sind Entspannungsmethoden, die aus dem alten China stammen. Dabei werden langsame und fließende Übungen vorgenommen, die dazu dienen,

  • innerlich zur Ruhe zu kommen.

Außerdem

  • stärken sie Körper und Geist.
Progressive Muskelentspannung nach Jacobson

Die progressive Muskelentspannung gilt als leicht erlernbar. Entwickelt wurde sie von dem amerikanischen Physiologen Edmund Jacobson. Bei diesem Verfahren spannt man sämtliche Muskelpartien zunächst an, und lockert sie dann wieder. Die progressive Muskelentspannung hat den Vorteil, dass sie sich überall anwenden lässt.

Auch eine Kombination verschiedenster Entspannungsmethoden kann äusserst hilfreich sein...

Holistic Coaching - Informationen rund um diese ganzheitliche Entspannungstechnik

Beim Holistic Coaching werden verschiedene Therapiemethoden kombiniert
Beim Holistic Coaching werden verschiedene Therapiemethoden kombiniert

Unter Holistic Coaching versteht man eine ganzheitliche Beratung und Entspannungstechnik. Dabei werden verschiedene Therapiemethoden miteinander kombiniert.

Den meisten Menschen ist der Begriff "Holistic Coaching" noch unbekannt. Der Begriff Holistic oder Holismus stammt aus dem Griechischen und bedeutet soviel wie "ganz" oder "ganzheitlich". Das heißt, dass ein Holistic Coach bei seiner Arbeit sowohl den Körper, als auch Geist und Seele berücksichtigt.

So ist nach Ansicht des Holismus eine Heilung oder Besserung erst dann möglich, wenn sich der Körper mit Geist und Seele wieder in Einklang befindet, da zwischen diesen Komponenten ein enger Zusammenhang besteht. Mithilfe des Holistic Coachings sollen störende Blockaden beseitigt werden, damit der Patient wieder mehr Lebensqualität gewinnt.

Holistic Coach

Ein Holistic Coach ähnelt einem Mentaltrainer. Während ein Mentaltrainer jedoch in erster Linie mit dem Bewusstsein des Patienten arbeitet, bezieht der Holistic Coach auch Körper, Geist und Seele in seine Behandlung ein. Außerdem erhält der Klient eine individuelle Beratung und Unterstützung, die für ihn maßgeschneidert ist.

Auf diese Weise soll eine Heilung auf sämtlichen Ebenen erreicht werden, damit der Patient wieder in Harmonie mit sich selbst und seiner Umwelt leben kann. Während seiner Ausbildung erfährt ein Holistic Coach die Methoden, die dabei gelehrt werden, zunächst an sich selbst, bevor er sie später an andere Menschen weitergibt.

Anwendung des Holistic Coaching

Die Anwendungsgebiete des Holistic Coaching sind mannigfaltig. So bieten Holistic Coaches Lebensberatungen zu unterschiedlichen Themen an. Dazu gehören vor allem

Sie befassen sich aber auch mit psychosomatischen oder chronischen Beschwerden wie

Bei schweren Erkrankungen wie Psychosen, bei denen eine Behandlung mit Psychopharmaka erfolgt, ist es ratsam, die holistische Beratung vorher mit dem behandelnden Arzt abzusprechen.

Methoden des Holistic Coaching

Beim Holistic Coaching können unterschiedliche Behandlungsmethoden zur Anwendung kommen. Dazu zählen unter anderem

Welche Methode letztendlich zur Anwendung kommt, hängt von den Problemen, Beschwerden und Zielen des Klienten ab. Zahlreiche Behandlungsmethoden lassen sich vom Klienten erlernen und in den eigenen vier Wänden durchführen. So dient Holistic Coaching auch als Hilfe zur Selbsthilfe.

Unterschiedliche Entspannungstechniken

  • Entspannungsübungen zum Stressabbau - Asiatische und westliche Entspannungsmethoden im Vergleich

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: meditation © pepe - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Ayurveda © stockmaster - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Due Donne meditano © vision images - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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