26. August 2008
Von Tanja Tasci
Der Stress und das hohe Lebenstempo der heutigen Zeit führen immer öfter zu Erkrankungen wie Burnout-Syndrom, Depressionen oder Angststörungen. Aber auch die meisten unserer typischen Zivilisationskrankheiten werden vom Stress zumindest mitverursacht. Und wer immer unter Druck steht, wie ein Dampfdruckkochtopf, gereizt, müde und genervt ist, läuft auch Gefahr seine persönlichen Beziehungen zu verschlechtern, Spannungen und Konflikte zu produzieren und letztendlich am Leben vorbeizuleben.

Entspannung durch Meditation, Yoga oder Autogenes Training
Das Rezept dagegen lautet bewusste Entspannung. Nur wer in der Lage ist, bewusst die Spannung zurückzunehmen, zur Ruhe zu kommen und einmal "abzuschalten", kann auch mit hohen Anforderungen und Druck auf Dauer umgehen. Methoden dazu gibt es viele – die bekannteste und wahrscheinlich auch wirksamste ist das Autogene Training, das in den 50er Jahren von Dr. Schultz populär gemacht wurde. Hier wird nicht nur passiv entspannt, sondern bewusst der Körper zur Ruhe geführt – der Herzschlag wird beruhigt, die Atmung vertieft und die Muskulatur des ganzen Körpers entspannt sich. Ein Vorteil der Methode ist, dass sie relativ leicht zu lernen und auch einfach anzuwenden ist – am Anfang ist etwas Übung nötig, aber mit der Zeit lernt man, innerhalb von Sekunden den Körper komplett zu entspannen.
Eine andere relativ bekannte Methode, die allerdings nicht so wirksam ist wie das autogene Training und auch ein bisschen aufwendiger, ist die so genannte progressive Muskelentspannung nach Jacobson. Auch Meditation, speziell Transzendentale Meditation (TZM) oder Zen-Übungen können helfen, entspannte Ausgeglichenheit zu erlangen, sind aber wesentlich schwieriger zu erlernen als die westlichen Methoden. Auch Yoga kann entspannend wirken, ebenso wie TaiJi oder QiGong-Übungen – hier kommt es vor allem darauf an, zu achten, dass die Übungen wirklich richtig gemacht werden, und um einen guten Lehrer oder zumindest um einen Kurs kommt man wahrscheinlich kaum herum, während beispielsweise das Autogene Training durchaus auch im Selbststudium erlernt werden kann.
Fazit: Entspannung tut not – die angewandte Methode ist dabei sekundär. Aber wer lernt, sich bewusst und willentlich zu entspannen, tut viel für ein ausgeglichenes und fröhliches Lebensgefühl.
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