Eine effektive Atmung sorgt dafür, dass Energien harmonisch fließen und Alltagsprobleme stressfrei bewältigt werden können. Obendrein ist sie die Grundlage für eine optimale Versorgung der Organe mit Sauerstoff. Sie perfektioniert die Haltung und formt die Figur.
Bei jedem gesunden Menschen ist die Atmung ein angeborener Reflex. Sie zeichnet sich durch unwillkürliche, gleichmäßige Atemzüge aus. Im Laufe der Jahre verlernt der Mensch die Fähigkeit der tiefen und entspannten Atmung. Größtenteils sind dafür Stress und andere Umweltreize verantwortlich. Die Atemmuskulatur verkümmert, das Lungenvolumen sinkt. Stoffwechselprozesse laufen nur noch unvollständig ab.
Unbemerkt nimmt der Mensch eine schlechtere Haltung an, unter der nicht zuletzt die Figur leidet. Wer seinen Alltag stressfrei und gesund bewältigen will, muss zur richtigen Atmung zurückfinden.
Hierfür eignen sich Übungen, mit denen zu einer bewussten Atmung angeregt wird. Sie hat nicht nur einen physischen Effekt. Durch eine bewusste Atmung kann der Herzschlag regulieren werden, so dass sich Stressfaktoren frühzeitig ausschalten lassen. Die Zeiten zur Durchführung von Atemübungen müssen nicht lang sein. Wichtig ist nur, dass die Übungen konzentriert durchgeführt werden.
Um die Atemmuskulatur zu lockern und die Bronchien zu durchlüften, empfiehlt sich das laute Singen. Es muss sich nicht besonders musikalisch anhören. Die Hauptsache ist, man ist mit ganzem Herzen bei der Sache. Alternativ reicht es, eine beliebige Melodie zu summen. Wer dabei mit den Fingerkuppen beider Hände auf seinen Brustkorb klopft, aktiviert gleichzeitig die tieferliegenden Muskelschichten.
Eine weitere Atemübung wird im aufrechten Stand ausgeführt. Die Fußsohlen sind dabei fest auf dem Untergrund gestellt. Der Körper wird gerade gehalten, die Arme sind seitlich gestreckt. Während der Oberkörper mit dem Kopf so weit wie möglich vorgebeugt wird, gleiten die Arme langsam in Richtung Boden.
Die Blickrichtung sollte immer geradeaus gerichtet sein. Beim Vorbeugen wird ein langes U gesungen, wobei die Tonhöhe mit der Neigung des Oberkörpers sinkt.
Mit der nächsten Atemübung wird der Energiefluss harmonisiert. Hierzu wird der Kopf auf die Brust gesenkt. Die Arme hängen locker am Körper herab. Mit einer kräftigen Ausatmung drücken die Füße fest in den Boden, wobei Kopf und Schultern aufgerichtet werden. Die Lippen formen dabei ein "Sch".
Um die Durchblutung oberen Atemwege zu verbessern, wird ein Nasenloch mit dem Daumen leicht zugedrückt. Der Zeigefinger derselben Hand klopft auf den anderen Nasenflügel. Gleichzeitig wird eine beliebige Melodie gesummt. Obwohl diese Übung hauptsächlich die oberen Atemwege anspricht, sollte auf eine gleichmäßige und tiefe Atmung geachtet werden. Im Anschluss an die Übung wird der Ein- und Ausatmung nachgespürt.
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17.01.13 | |
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