16. April 2008
Von K. Schumann
Ein Kohlensäurebad kann sowohl mit Kohlensäure aus natürlichen Kohlensäurequellen als auch mit künstlich entwickelter Kohlensäure durchgeführt werden. Eine Anwendung ist als Halb-, Dreiviertel- oder Vollbad möglich.

In Deutschland existieren mehrere natürliche Kohlensäurequellen. Solche Sauerbrunnen sind beispielsweise in Bad Pyrmont oder in Bad Krotzingen zu finden. Das Quellwasser kommt dabei aus tiefen kohlensäurehaltigen Schichten der Erde, wodurch es einen hohen Anteil an CO2 hat.
Doch auch normalem Wasser kann Kohlensäure hinzugefügt werden. Die optimale Menge für ein Kohlensäurebad liegt bei ungefähr 1200mg pro Liter.
Bei dem Kohlensäurebad wird die Wanne bzw. das Becken mit heißem Wasser gefüllt. Das kältere kohlensäurehaltige Wasser wird dann untergemischt. Die Badetemperatur sollte zwischen 28°C (Teilbäder) und 33°C (Vollbäder) liegen. Ein Bad sollte um die zwanzig Minuten dauern. Danach sollte eine Ruhezeit von einer halben Stunde eingehalten werden. Während des Bades sollte der Kopf immer über dem Wannenrand gehalten werden, damit nicht vermehrt CO2-haltige Luft eingeatmet wird.
Das im Wasser gelöste CO2 wird über die Haut aufgenommen. Damit genügend CO2 aufgenommen wird, ist es wichtig, dass der Patient ruhig liegt, damit sich die Kohlensäurebläschen auf der Haut absetzen können. Über das Blut wandert das CO2 zur Lunge und wird dort abgeatmet. Zunächst kommt es jedoch zu einer Weitstellung der kleinen Arterien und zu einer Verbesserung der Fließeigenschaften des Blutes. Somit wird die Durchblutung verbessert und der Blutdruck (sowohl systolisch als auch diastolisch) gesenkt.
Kohlensäurebäder werden eingesetzt bei arteriellen und venösen Durchblutungsstörungen, Bluthochdruck, aber auch bei schlecht heilenden Wunden.
Kontraindikationen für ein Kohlensäurebad sind Herzmuskelschwäche, Lungenerkrankungen (das aufgenommene CO2 kann nicht mehr abgeatmet werden), akute Infekte oder Krebs.
Eine Alternative zum Kohlensäurebad ist das Kohlensäuregasbad (CO2-Trockenbad). Bei dieser Anwendung sitzt der Patient in einem speziellen Kabinengehäuse. Über einen Dampfanschluss wird CO2 mit einer Temperatur von etwa 28°C und einer Mindestluftfeuchtigkeit von 80% zugeführt. Der Kopf befindet sich dabei selbstverständlich nicht in dem Gehäuse. Die Wirkung ähnelt der des normalen Kohlensäurebads. Allerdings entfällt der hydrostatische Druck. Somit fällt die Herz-Kreislaufbelastung wesentlich geringer aus.
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27.03.11 | |
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17.02.11 | |
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03.01.11 | |
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31.10.10 | |
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22.12.09 | |
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