Kinderärzte sehen bei unseren Kindern eine Vitamin-D-Unterversorgung

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  • von Cornelia Scherpe

Viele Menschen sind in den letzten Jahren sehr gesundheitsbewusst geworden. Der Trend geht zu Bio und beim Einkaufen wandert der Blick vieler auf die Angaben zu Kohlenhydraten, Fetten und Eiweißen im Essen. Diese Tendenz ist erfreulich und führte laut Ärzten zu einer guten Grundversorgung mit Vitaminen. Außer bei Vitamin D - darum steht es ausgerechnet bei unseren Kindern weiterhin sehr schlecht.

Kind mit Headset vorm Computer

Gesund zu leben ist schwer, das gilt für Kinder wie Erwachsene. Kinderärzte sehen trotz guter Allgemeinversorgung ein Problem beim Vitamin D. Schätzungsweise 80 bis 90 Prozent der Heranwachsenden leiden an einer Unterversorgung.

Warum ausgerechnet beim Vitamin D? Das Problem hier ist, dass wir dieses im Gegensatz zu den anderen Vitaminen nicht ausreichend über unser Essen aufnehmen können.

Woher kommt Vitamin D?

Vitamin D bildet sich in unserem Körper, wenn UVB-Strahlung auf die Haut trifft. Anders gesagt: wir tanken das Vitamin aus einem Sonnenbad.

Gerade in der dunklen Jahreszeit kommt es daher bei fast allen Menschen zu einer Unterversorgung. Theoretisch müsste man nämlich auch bei eisigen Minusgraden und Schnee mindestens 30 Minuten am Tag vor die Tür. Die wenigsten halten das wirklich durch.

Bei vielen Kindern ist die Unterversorgung leider ein Dauerzustand – auch im Sommer. Die Generation "TV und Computer" spielt immer seltener im Freien und kommt so auch nicht an das nötige Vitamin D heran. Das kann für die Gesundheit fatale Folgen haben.

Folgen der Vitamin-D-Unterversorgung

Ein Zuwenig an Vitamin D macht sich schnell bemerkbar. Ein Mangel kann gerade bei Kindern ernste Folgen haben.

Beim gesunden Menschen wird das in der Haut gebildete Vitamin nicht etwa dort gespeichert, sondern gelangt ins Blut und wird von da an verschiedene Organe weitergeleitet. So wird das Herz durch Vitamin D gesund gehalten und ein Mangel kann bereits in jungen Jahren zu Herzproblemen führen.

Auch die Knochen sind auf Vitamin D angewiesen und verlieren die nötige Substanz, wenn das Vitamin nicht in ausreichenden Mengen bei ihnen ankommt.

Eine der Hauptaufgaben von Vitamin D ist es ferner, unseren Calciumhaushalt zu überwachen und stabilisierend auf ihn einzuwirken.

Außerdem beschäftigen sich mehr und mehr Studien mit der Wirkung und haben dabei Zusammenhänge von einem Mangel an Vitamin D mit Krebs, Diabetes und sogar Multiple Sklerose festgestellt.

Was kann man zur Vorsorge der Kinder tun?

Weg vom PC und raus in die Natur, das ist im Grunde der beste Vorschlag. Eine halbe Stunde am Tag sollte es mindestens sein. Wer kleine Kinder hat, sollte es daher auch nicht scheuen, wetterfest angezogen mit Sohn oder Tochter auf den Spielplatz zu gehen.

Auch die Älteren sollen möglichst täglich nach draußen und wenn es nur für einen kurzen Botengang zum Briefkasten ist.

Nahrungsergänzungsmittel können zwar sinnvoll sein, sollten bei den Jüngsten aber noch nicht eingesetzt werden und sollten vor allen Dingen nicht nötig sein.

Die richtige Erziehung kann hier sehr viel Schaden abwenden, denn wer schon als Kind das Spielen an der frischen Luft lernt, wird auch als Erwachsener gern in der Natur sein.

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: computer geek child © Gramper - www.fotolia.de

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