19. August 2009
Von Viola Reinhardt
Bekannt ist der gelbe Farbstoff bereits seit über 30 Jahren und beruht auf pflanzlicher Basis. Das Vorkommen wurde bereits in der Färbereiche, Äpfeln, Zwiebeln, Trauben, Brokkoli und grünen Bohnen festgestellt und setzt sich meist in den äußeren Bereichen der Pflanze oder Nahrungsmittel ab, wie der Rinde oder Schale. Der Grund dafür ist, der eigentliche Zweck des Wirkstoffs, nämlich die Abwehr von Schadstoffen. Denn Querzetin ist ein pflanzliches Gift, das die Zellspaltung verhindert. Dieser Vorteil wurde bereits in der Krebsforschung erkannt und wird daher auch schon als Präventivmaßnahme und als Heilmittel im Anfangsstadium genutzt. Neuesten Erkenntnissen zufolge, soll es sogar die körperliche Ausdauer fördern.
Querzetin ist genauso wie die Vitamine A,C und E als Radikalfänger zu betrachten, der Zellschäden und somit die Erkrankungen des Körpers an verschiedenen Krankheiten wie zum Beispiel der Grippe verhindern kann. Womit das englische Sprichwort "Ein Apfel am Tag, kann den Gang zum Arzt ersparen" sich bewahrheitet hat. Zu beachten ist, dass bei verschiedenen Zubereitungen der Nahrungsmittel, der Wirkstoff verloren gehen kann. Genaue Feststellungen diesbezüglich sind noch zu erforschen, aber da die Ablagerung in der Hülle zu verzeichnen ist, sollte vom Schälen der jeweiligen Nahrungsquelle dringend abgeraten werden. Ebenso ist zu beachten, dass zum Beispiel bei biologisch angebauten Tomaten der Anteil um 79% höher ist als bei üblichen gepflanzten Tomaten. Mittlerweile ist Querzetin zudem auch in Tablettenform erhältlich.
Eine amerikanische Studie hat nun einen weiteren Vorteil erwiesen, der zwar nicht so weltbewegend in der Gesundheitsforschung, aber dennoch scheinbar gut für den Körper ist. Und zwar soll Querzetin die körperliche Ausdauer fördern. Tests an untrainierten Probanden haben ergeben, dass die Sauerstoffaufnahme um 3,9% erhöht und der Eintritt der konditionellen Erschöpfung um 13,2% ausgedehnt werden konnte und das schon nach nur einer Woche mit zweimaliger täglichen Einnahme von 500mg reinem Querzetin. Das die Forscher zu dem Ergebnis gelangen ließ, dass Querzetin bei Untrainierten denselben Erfolg erzielen lässt wie gegenüber konsequentem Training bezüglich der Ausdauerleistung.
Die Kehrseite der Medaille ist hier, dass natürlich zu Recht Bedenken bezüglich des Missbrauchs bestehen, da dies ja im Sportbereich die Eventualitäten des Dopings ermöglichen würde. Darauf reagierend, wird bereits an Tests geforscht, die die Einnahme des Mittels beweisen sollen.
Abgesehen von denen, die zeitlich oder körperlich nicht in der Lage sind für Ihre körperliche Gesundheit mittels des Sports zu sorgen, stellt sich bei dem Rest die berechtigte moralische Frage, ob denn die physischen sowie psychischen Vorzüge einer selbst erarbeiteten Fitness einer durch Hilfsmittel erlangten Fitness gleichzustellen sind. Bei der sich allgemein ausbreitenden Bequemlichkeit der Menschheit dürfte diese Frage jedoch bereits im Voraus beantwortet sein.
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