12. August 2010
Nikotin wirkt sich auf die Gesundheit des Menschen äußerst negativ aus. Darüber hinaus hat es ein sehr hohes Abhängigkeitspotential.
Nikotin gilt als überaus schädlich für die Gesundheit. Vor allem das Gefäßsystem und das Nervensystem werden durch das Alkaloid in Mitleidenschaft gezogen. Zudem wird durch die Verengung der Blutgefäße das Durchblutungssystem gestört. Es kommt zu Beschwerden wie Husten, Auswurf, Luftnot, Herzschmerzen bei Anstrengungen oder Schmerzen in den Beinen beim Laufen. Da sich im Tabak neben Nikotin auch noch andere gesundheitsschädliche Stoffe, wie Teerstoffe oder Kohlenmonoxide befinden, drohen bei ständigem Konsum von Tabakwaren schwere Erkrankungen wie COPD, chronische Bronchitis, Arterienverkalkung und Krebs.
Die Aufnahme von Nikotin erfolgt über die Lunge, von der das Alkaloid ins Blut gelangt. Bei Schnupftabak oder Kautabak dringt es über die Nasen- oder Mundschleimhaut in den Körper vor. Zu den besonderen Eigenschaften von Nikotin gehört, dass es die Blut-Hirn-Schranke überwinden kann. Schon sieben Sekunden später gelangen die Nikotinmoleküle in das Gehirn, wo sie sich an die Nervenzellen anheften und deren Aktivität beeinflussen.
Das Abhängigkeitspotential von Nikotin ist extrem hoch. So zählt es zu den am schnellsten süchtigmachenden Stoffen überhaupt und ist hauptverantwortlich für die Abhängigkeit von Tabakwaren. Schon nach wenigen Zigaretten tritt die körperliche Abhängigkeit ein. Zu den typischen Abhängigkeitssymptomen gehören Konzentrationsprobleme, Nervosität, innere Unruhe, Schweißausbrüche, Kopfschmerzen und Kreislaufprobleme. Schwerer als die physische Abhängigkeit, deren Symptome nach etwa 5–30 Tagen nach einem Raucherentzug verschwinden, ist die psychische Abhängigkeit, die durch ausgeprägte Verhaltensmuster im Laufe einer Raucherkarriere entsteht und sogar noch Jahre nach dem Entzug auftreten kann.
Nikotin findet aber auch medizinische Verwendung. So benutzt man es im Rahmen einer Raucherentwöhnungstherapie, um die Entzugserscheinungen zu reduzieren. Dabei kommen vor allem Nikotinsprays, Nikotinkaugummis oder Nikotinpflaster zum Einsatz.
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