12. August 2010
Bei Nikotin handelt es sich um ein Alkaloid. Es gilt als süchtigmachendes Nervengift.
Als Nikotin wird ein Alkaloid bezeichnet. Es zählt zu den süchtigmachenden Drogen und Nervengiften.
Nikotin ist eine wasserlösliche Base. Bei Zimmertemperatur zeigt sich das Alkaloid als eine ölige, farblose Flüssigkeit. An der Luft kommt es in Kürze zu einer bräunlichen Verfärbung. Erzeugt wird das Nikotin in den Wurzeln der Tabakpflanze (Nicotiana). Diese lagert das Alkaloid bei ihrer Reifung in ihre Blätter ein, wo es dazu dient schädliche Fraßinsekten abzuwehren.
Zu den physiologischen Eigenschaften von Nikotin gehört, dass es sich stimulierend auf nikotinerge Acetylcholinrezeptoren auswirkt. Dieser bestimmte Rezeptorentyp ist im menschlichen Körper im Zentralnervensystem, dem Nebennierenmark, an den motorischen Endplatten sowie den sympathischen und parasympathischen Ganglien zu finden. In geringer Konzentration kann das Alkaloid eine anregende Wirkung haben. So fördert es die Ausschüttung der Botenstoffe Serotonin und Dopamin sowie des Hormons Adrenalin. Für eine kurze Zeit kann die Gedächtnis- und Aufmerksamkeitsleistung gesteigert werden. Das Nikotin sorgt aber auch für die Beschleunigung des Herzschlags sowie für die Verengung der peripheren Blutgefäße. Dies hat zur Folge, dass es zu einem Anstieg des Blutdrucks, leichtem Schwitzen und zum Absinken der Hauttemperatur kommt. Des Weiteren ist Nikotin Appetitmindernd und bewirkt eine gesteigerte Produktion des Magensafts sowie die Anregung der Darmtätigkeit.
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