18. Dezember 2007
Laktate ist die Bezeichnung für Salze, die in sich ein negatives Ion aus der Milchsäure tragen. Es handelt sich sozusagen um ein Abfallprodukt, dessen vermehrte Ablagerung in Muskeln und Blut zu einer Übersäuerung des Körpers führen kann.

Zur Folge hat diese Übersäuerung, dass die Bildung von Enzymen gehemmt wird, die für den Stoffwechsel des Körpers wichtig sind. Dadurch wird die Energie für die Arbeit der Muskulatur knapp. Typische Merkmale für diese Übersäuerung sind ein Brennen in den Muskeln die die sog. Schweren Beine. Laktat bildet sich dann, wenn der aufgenommene Sauerstoff nicht dazu ausreicht, dem Muskel die für seine Kontraktionen benötigte Energie zu liefern.
Wie bei so vielen Dingen bestimmt sich der positive oder negative Effekt des Laktats durch das Maß in dem es vorkommt. Denn nicht jede körperliche Anstrengung produziert Laktat in einer Menge, die dem Körper nicht gut bekommt, im Gegenteil. Wird die Beanspruchung der Muskeln in einer Art und Weise gestaltet die keine Überproduktion von Laktat nach sich zieht, so stärkt das Laktat sogar das Immunsystem. Daher sollten Intensivsportler immer darauf achten, Pausen zwischen den verschiedenen Einheiten ihres Trainings einzulegen. Im Normalfall baut sich das Laktat bei Sport mit mittlerer Belastung in ca 15 Minuten auf ein für den Körper nicht schädliches Maß ab. Intensive Belastungen über einen längeren Zeitraum, wie z.B. beim Krafttrainig oder auch beim Laufsport, benötigen entsprechend längere Pause für den Abbau von Laktat. Hier sollte zwischen den intensiven Trainingseinheiten eine Pause von 20-25 Minuten angesetzt werden. Der Hauptteil des Laktats wird im Herzen abgebaut.
Für Sportler bewegt sich der Laktatwert je nach Leistungsfähigkeit und Sauerstoffaufnahmemenge individuell. Ein Amateur wird daher viel schneller einen hohen Laktatwert erhalten als ein Leistungssportler, dessen Muskeln den Belastungen mit mehr Energie und Entlastung begegnen können. Daher eignet sich die Messung des Laktatwerts gut zur Ermittlung des idealen Trainingsbedarfs.
Der Aspekt das Laktat auf einen Sauerstoffmangel zurückzuführen ist, ist nicht richtig. Die Laktatbildung hat mit den beteiligten Stoffwechsel...
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