Allgemeines über Konservierungsstoffe - Funktion, Vorkommen und mögliche gesundheitliche Probleme

Als Konservierungsstoffe werden Zusatzstoffe bezeichnet, die verhindern, dass Lebensmittel durch schädliche Mikroorganismen verderben. Auf diese Weise lassen sich die Nahrungsmittel länger haltbar machen.

Für eine längere Haltbarkeit von Lebensmitteln - es gibt verschiedene zugelassene Konservierungsstoffe; sie werden mit einer E-Nummer gekennzeichnet

Funktion

Unter Konservierungsstoffen oder Konservierungsmitteln versteht man Zusatzstoffe, die dafür sorgen, dass das mikrobiologische Verderben von Lebensmitteln verhindert oder verlangsamt wird. Auf diese Weise wird die längere Haltbarkeit von Nahrungsmitteln ermöglicht.

Durch schädliche Mikroorganismen wie

können Lebensmittel rasch verderben, was zur Entstehung von Giftstoffen führt. Mithilfe von Konservierungsstoffen lässt sich diesem Vorgang jedoch entgegenwirken.

Die Konservierungsmittel dienen also zum vorbeugenden Schutz der Gesundheit, da sie schwerwiegende Erkrankungen wie Listeriose oder Botulismus verhindern. Außerdem ermöglichen sie längere Transportwege und Lagerzeiten.

Konservierungsmittel kommen jedoch nicht nur bei Nahrungsmitteln zur Anwendung, sondern werden auch für Arzneimittel und Kosmetika verwendet.

Kennzeichnung

Konservierungsstoffe müssen zumeist auf dem Produkt gekennzeichnet werden. So werden sie mit

  • Namen
  • Gattungsbezeichnung sowie
  • einer E-Nummer von 200 bis 299

deklariert.

Allerdings ist eine Deklaration von Konservierungsstoffen nicht immer erforderlich. Dies ist beispielsweise dann der Fall, wenn sie mit anderen Zutaten in die Lebensmittel kommen.

Zusatzstoff-Zulassungsverordnung

In der Regel darf die Industrie die Konservierungsmittel lediglich in begrenzten Mengen und bei bestimmten Lebensmitteln verwenden, was durch die Zusatzstoff-Zulassungsverordnung geregelt wird.

Insgesamt gibt es etwa vierzig zugelassene Konservierungsstoffe. Zu den gebräuchlichsten zählen:

  • Benzoesäure und ähnliche Verbindungen
  • Natriumnitrit
  • Kalium- bzw. Natriumnitrat
  • Natamycin
  • Schwefeldioxid
  • Sulfitverbindungen

Vorkommen von Konservierungsstoffen in der Nahrung

Verwendung

Konservierungsmittel werden für zahlreiche Nahrungsmittel verwendet. So kommen sie u.a. zum Einsatz bei:

Während man für Fischerzeugnisse, gesäuertes Gemüse, Saucen und alkoholfreies Fassbier Benzoesäure verwendet, kommen bei Obstkonserven, Wein, Trockenfrüchten und Knabberzeug Schwefeldioxid und Sulfitverbindungen zum Einsatz. Natriumnitrit wird zum Konservieren von gepökelten Fleisch- und Wurstwaren benutzt.

Kalium- oder Natriumnitrat verwendet man für Hartkäse und Natamycin für die Oberflächenbehandlung von Wurst und Käse.

Gesundheitliche Probleme durch Konservierungsstoffe

Normalerweise schützen die Konservierungsmittel vor Erkrankungen durch gesundheitsschädliche Mikroorganismen. Manchmal können sie jedoch selbst Ursache für gesundheitliche Probleme sein.

Warnung vor E210–E233
E210–E233 sollten Kinder meiden, um Beschwerden zu verhindern

Probleme durch Konservierungsstoffe E210-E233

So kann es bei empfindlichen Menschen durch einige Substanzen zu Allergien oder allergieähnlichen Symptomen kommen. Vor allem bei Konservierungsstoffen mit den E-Nummern E210-E233, wie z.B. Benzoesäure oder Schwefeldioxid, besteht die Gefahr, dass sie bei Kindern Durchfall, Kopfschmerzen oder Allergien verursachen.

Unbedenkliche Lebensmittel

Als unbedenklich gelten dagegen Konservierungsmittel aus Sorbinsäure oder Ameisensäure. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte auf Produkte ohne Konservierungsmittel zurückgreifen. So gibt es zahlreiche Lebensmittel, bei denen bewusst auf den Einsatz von Konservierungsstoffen verzichtet wird.

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