4. August 2010
Die Resorption von Kalzium erfolgt im Darm. Bei einem Mangel an Kalzium drohen gesundheitliche Probleme.
Die durchschnittliche Resorptionsrate für Kalzium bewegt sich zwischen 30 und 40 Prozent. Bei der Aufnahme von Kalzium spielen verschiedene Faktoren eine Rolle. Dazu gehören vor allem die Zusammensetzung und die Inhaltsstoffe der aufgenommenen Nahrungsmittel. Als ebenso wichtig gilt Vitamin D, dessen Rolle bei der Verwertung jedoch noch nicht vollständig geklärt wurde. Die Regelung des Kalziumstoffwechsels erfolgt über verschiedene Hormonsysteme. Zu den beteiligten Hormonen gehören z.B. Insulin, Östrogen, Glucagon sowie die Schilddrüsenhormone. Ein besonders wichtiges Hormon für den Anstieg des Kalziumspiegels im Körper ist Parathormon, das in der Nebenschilddrüse hergestellt wird. Bei einem niedrigen Kalziumgehalt im Blut begünstigt Parathormon die Mobilisierung des Kalziums. Außerdem bewirkt es die Erhöhung der Kalziumaufnahme im Darm und sorgt dafür, dass die Ausscheidung über die Nieren verringert wird.
Durch Kalziummangel kann es zu gesundheitlichen Problemen kommen. So treten bei einem kurzfristigen Mangel an Kalzium Gefühlsstörungen und schmerzhafte Muskelkrämpfe auf, während bei langfristigen Mangelerscheinungen die Gefahr von Osteoporose (Knochenschwund) besteht. Auch durch eine Kalziumüberdosierung können Beschwerden auftreten, die aber nur bei gleichzeitiger Einnahme von Vitamin D vorkommen. Dazu gehören Müdigkeit, Muskelschwäche, Verstopfung sowie Übelkeit und Erbrechen.
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