3. Juli 2010
Von Andreas Hadel
Fruktose lagert sich schneller in die Fettzellen ein, als normaler Zucker. Das fanden Wissenschaftler an der Elite-Universität Princeton heraus. Sie führten ein Experiment mit Ratten durch, denen sie fruktosehaltigen Maissirup zu fressen gaben. Um es salopp auszudrücken, die Tiere gingen auf wie Hefeknödel.
Die Ratten, die sich von fruktosehaltigen Maissirup ernährten, nahmen deutlich mehr an Gewicht zu, als ihre Artgenossen, die Tafelzucker zu fressen bekamen. Und das, obwohl die Kalorienmenge in beiden Fällen identisch war.
Die Forscher fanden heraus, dass der Verzehr von Fruktose über einen längeren Zeitraum zu einer Erhöhung des Körperfettanteils führt und dieser hauptsächlich in der Bauchregion stattfindet. Das Fettgewebe am Bauch gilt als begünstigender Faktor für die Entwicklung von Diabetes. Fruktose wird außerdem im Zusammenhang mit einem vermehrten Aufkommen von Trygliceriden im Blut gebracht.
In der Studie konnten die Wissenschaftler außerdem beobachten, dass die Ratten, die Fruktose erhielten, an Körperfett zunahmen. Ratten, die auf extrem fettreiches Futter gesetzt wurden, hingegen kaum an Gewicht zulegten.
In der Vergangenheit wurde häufig von den Produzenten von Fertignahrungsmitteln behauptet, dass Fruktose nicht schädlicher sei, als normaler Tafelzucker. Diese Aussagen sind ganz offensichtlich falsch, wenn man die Ergebnisse der Princeton-Studie berücksichtigt.
Fruktose wird häufig für Fertigspeisen wie Ketchup, Puddings, Joghurts, Wurst, Backwaren und andere gängige Supermarkt-Lebensmittel verwendet.
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