3. August 2010
Fruchtzucker wird vom Darm nur langsam resorbiert. Bei Störungen der Fructose-Aufnahme kann es zu gesundheitlichen Beschwerden kommen.
Die Resorption von Fruchtzucker im Darm findet beim Menschen unterschiedlich gut statt. Darüber hinaus erfolgt die Aufnahme von Fructose wesentlich langsamer als von Glucose, was am passiven Transport von speziellen Proteinen liegt. Dabei handelt es sich um GLUT5, das für den Zutritt zu den Darmzellen sorgt und GLUT2. Dieses erlaubt dem Fruchtzucker den Übertritt von den Darmzellen ins Blut. Im Unterschied dazu muss Glucose unter Energieverbrauch in die Blutzellen gepumpt werden. Fructose kann dagegen ohne Energieverbrauch und unreguliert an ihrem Konzentrationsgradienten entlang fließen. Der Fruchtzucker wird dadurch jedoch niemals vollständig aus der Nahrung aufgenommen.
Bei Störungen der Fructose-Resorption im Darm oder beim Fructose-Stoffwechsel in der Leber kann es zu gesundheitlichen Problemen kommen. Dazu gehört vor allem die so genannte Fructosemalabsorption, die man auch als intestinale Fructoseintoleranz bezeichnet. Dabei kommt es zu einem gestörten Transport des Fruchtzuckers in den Darm, was zu Beschwerden wie Blähungen, Bauchschmerzen, Durchfall und übel riechenden Stuhl führen kann. Wesentlich seltener ist die Hereditäre Fructoseintoleranz (HFI), die durch erblich bedingte Störungen des Fructosestoffwechsels in der Leber verursacht wird. Dabei kann es zu einer bedrohlichen Hypoglykämie (Unterzuckerung) kommen.
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