28. Juli 2010
Damit die Folsäure vom Darm aufgenommen werden kann, muss sie eine bestimmte Struktur haben. Bei einem Mangel an Folsäure drohen gesundheitliche Probleme.
Damit die Folate vom Dünndarm aufgenommen werden, benötigen sie eine bestimmte Struktur. Folsäure-Monoglutamate lassen sich in der Regel ohne Umweg resorbieren, bei Folsäure-Polyglutamaten ist vor der Resorption (Stoffaufnahme) eine Aufspaltung erforderlich. Allerdings ist dieser Vorgang nur teilweise möglich, da nicht alle Glutamylreste abgespalten werden können. Aus diesem Grund besteht nur eine begrenzte Aufnahmemöglichkeit von Folsäure-Polyglutamaten. Die Speicherung des Vitamins erfolgt größtenteils in der Leber. Allerdings beträgt die Speicherdauer nur etwa vier Wochen.
Besteht ein Mangel an Folsäure im Körper, können verschiedene Beschwerden auftreten. So kommt es zunächst zu Veränderungen bei der Zellteilung und Störungen bei der DNS-Synthese. Darüber hinaus besteht die Gefahr von Veränderungen der Magen- und Darmschleimhaut, wodurch es zu Durchfall kommen kann. Zu den häufigsten Mangelerscheinungen gehören allerdings psychische Störungen, Vergesslichkeit, depressive Verstimmungen und Schlaflosigkeit.
Bei gesunden Menschen reicht die Aufnahme von Folsäure über die Nahrung aus. In manchen Fällen, wie z.B. bei Krankheiten mit chronischen Blutungen sowie bei schwangeren und stillenden Frauen oder Alkoholikern, kann es jedoch erforderlich sein, Folsäure in Form von Tabletten zu verabreichen, um Mangelerscheinungen entgegenzuwirken.
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