15. Juli 2009
Von Andreas Hadel
Die Wissenschaft liefert uns ein paar interessante Neuigkeiten, die wir bei der Erstellung unseres Speiseplanes berücksichtigen sollten.

Laut einer australischen Studie kann eine proteinreiche Ernährung bei Personen mit Gewichtsproblemen die Fähigkeit verbessern, Fett zu verbrennen.
Frühere Studien haben bereits den positive Wirkung von Protein auf unsere Diätambitionen angedeutet. Allerdings zeigten die bisherigen Untersuchungen nur, dass durch fettarmen Eiweißquellen wie Fisch, Eier und Geflügel der Appetit gezügelt und Hungerattacken vermieden werden können. Nun deutet aber vieles daraufhin, dass eine proteinreiche Essweise sich in eine effektive Verbesserung der Fettverbrennung niederschlagen kann.
In der erwähnten Studie gaben die australischen Forscher den Probanden zwei proteinreiche Mahlzeiten, bei denen 35 Prozent der Kalorien von Eiweißlieferanten stammten, und eine Standardmahlzeit, die nur zu 14 Prozent aus Protein bestand, zu essen. Die beiden proteinreichen Mahlzeiten unterschieden sich in der Art der Kohlenhydrate. Eine Speise setzte sich eher aus hoch-glykämische Kohlenhydrate zusammen, die andere aus gering-glykämische. Der glykämische Wert eines Nahrungsmittels gibt darüber Auskunft, ob zu einer stargen oder schwachen Insulin-Ausschüttung kommt. (Zum Beispiel haben Weißmehlprodukte und Süßigkeiten einen hohen glykämischen Wert. Vollkornerzeugnisse und Gemüse eine geringe Wertigkeit.) Die Kalorienanzahl war insgesamt bei allen drei Mahlzeiten gleich. Die Probanden waren alle männlich und bei guter Gesundheit. Die Wissenschaftler überprüften anschließend, wie hoch der Kalorienverbrauch (in Ruhe) nach dem Genuss der Mahlzeiten war.
Die Messungen des Kalorienverbrauchs haben schließlich ergeben, dass die proteinreichen Mahlzeiten zu einer höheren Fettverbrennungsrate führten. Interessanterweise fanden die Wissenschaftler außerdem heraus, dass der Effekt auf den Stoffwechsel um so größer war, je mehr Körperfett eine Person hatte. Eine weitere Erkenntnis, die die Studie lieferte, war, dass offensichtlich der glykämische Index einer Mahlzeit keine unmittelbare Auswirkung auf die Fettspaltung hat.
Andere wissenschaftliche Untersuchungen haben mehrfach gezeigt, dass Übergewichtige tendenziell eine geringere Fettverbrennungsrate haben, als schlanke Personen. Eine Ernährung, die dauerhaft aus einen hohen Anteil an Eiweiß besteht, könnte nach den vorliegenden Erkenntnissen dieses Defizit beheben.
Protein hilft Abnehmwilligen aber auch noch in anderer Hinsicht. Denn wie sowohl Umfragen, als auch statistisch gestützte Untersuchungen belegen, berichten Personen, die verhältnismäßig viel Eiweiß zu sich führen von einem länger anhaltenden Sättigungsgefühl, weniger Energietiefs und spontane Heißhungeranfälle. Allgemeinhin wird angenommen, dass Protein das Gehirn dazu veranlasst, weniger Appetit anregende Hormone auszuschütten.
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