18. Juli 2009
Von Viola Reinhardt
Gerade Frauen, die einmal schwanger waren, kennen den Hinweis des Arztes, dem Körper zusätzlich Eisen zuzuführen. Das ist wichtig, denn Eisen ist ein entscheidender Bestandteil des Stoffwechsels. Ohne Eisen kann der Körper nicht richtig arbeiten und es kann zu schweren Mangelerscheinungen kommen.
Im menschlichen Körper befinden sich idealerweise zwischen 4,5 und 5 Gramm Eisen. Das ist keine Folge der Umweltverschmutzung, sondern im Gegenteil sehr wichtig für das Funktionieren des menschlichen Organismus. Eisen ist wichtig für den gesamten Stoffwechsel. Benötigt wird es für den Sauerstofftransport, die Sauerstoffaufnahme, für Zellfunktionen und nicht zuletzt für den gesamten Energiestoffwechsel.
Bei einer gesunden und ausgewogenen Ernährung wird dem Körper in der Regel genügend Eisen zugeführt. Der natürliche und tägliche Abbau von Eisen ist gering und wird mit der Nahrung ausgeglichen. Kleinkinder haben einen Eisenbedarf von 1 bis 1,5 Milligramm pro Tag, schwangere Frauen benötigen bis zu 2,5 Milligramm des wichtigen Spurenelements. Frauen haben wegen der monatlichen Menstruationsblutung insgesamt einen höheren Eisenbedarf. Mit zwei Milliliter Blut geht etwa ein Milligramm Eisen verloren. Bei der Menstruation verlieren Frauen monatlich etwa 30 bis 60 Milliliter Blut.
Im Gegensatz zu den meisten anderen Metallen wird Eisen über Resorption aufgenommen. Einen großen Teil des Eisens, etwa ein Drittel nämlich, beziehen wir aus Fleisch. Eisen aus tierischem Eiweiß kann 10- bis 20-mal besser aufgenommen werden als pflanzliches Eisen. Bei einer vegetarischen Ernährung sollte darauf geachtet werden, dass viel Soja konsumiert wird, denn in der Pflanzenwelt ist es einer der besten Eisenlieferanten.
Übrigens: Dass Spinat sehr eisenreich ist, hält sich hartnäckig und darum werden Kinder auch heute noch vielfach gezwungen, das ungeliebte grüne Gemüse in großen Mengen zu essen. Der vermeintlich hohe Eisenanteil im Spinat basiert jedoch auf einem Berechnungsfehler. Der Eisenanteil ist nicht höher als bei anderen Pflanzen und außerdem auch noch für den Körper schwieriger aufzunehmen, weil das Eisen sehr fest mit den Pflanzenbestandteilen verbunden ist. Die Aufnahme von pflanzlichem Eisen wird im Übrigen durch den Verzehr von Ascorbin erleichtert, welches unter anderem in vielen Fruchtsäften zu finden ist.
In jedem Fall sollte genügend Eisen aufgenommen werden, denn ein Mangel kann Blutarmut, Abwehrschwäche, Konzentrationsschwierigkeiten, Müdigkeit sowie Ernährungsstörungen verursachen. Ein erstes Anzeichen kann sich übrigens darin finden, dass man doch reichlich blass um die Nase ist und man an sich nur noch schlapp und KO fühlt. Ein Bluttest gibt hier jedoch rasch Aufschluss über den vorhandenen Eisengehalt und Eisentabletten helfen hier schnell wieder zur Regulation.
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