28. Juli 2010
Biotinmangel tritt in der Regel nur sehr selten auf. Mögliche Beschwerden können rissige Fingernägel, Haarausfall und Müdigkeit sein.
Biotinmangel tritt normalerweise höchst selten auf. In manchen Fällen ist er durch Erbkrankheiten angeboren oder entsteht durch eine falsche Ernährungsweise. Da bei Säuglingen der Bedarf an Biotin recht hoch ist, besteht bei ihnen eine höhere Gefahr Mangelerscheinungen aufzuweisen. Bei Erwachsenen kommt es hingegen nur selten zu Beschwerden aufgrund von Biotinmangel. Mögliche Symptome können spröde Fingernägel, Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Durchfall, Muskelschmerzen, Depressionen, Haarausfall und Hautprobleme sein.
Zur Behandlung und Prophylaxe von Biotinmangel werden spezielle Biotinpräparate verabreicht. Für eine erfolgreiche Prophylaxe genügen in der Regel bereits 0,2 Milligramm Biotin pro Tag. In manchen Fällen kann aber auch eine höhere Dosis notwendig sein, wenn der Mangel innerhalb von kurzer Zeit ausgeglichen werden muss. Häufig ist Biotin auch in Multivitaminpräparaten enthalten, die man für Infusionslösungen benutzt. Schädliche Wirkungen durch eine Überdosierung an Biotin sind bislang nicht bekannt. Normalerweise reicht bei gesunden Menschen die Aufnahme von Biotin über die Nahrung aus. Nur bei Menschen, die unter bestimmten Erkrankungen leiden, Alkoholikern und Schwangeren wird eine medikamentöse Zufuhr des Vitamins empfohlen.
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